Die Stabilisierung des Privatkundengeschäfts hat sich im Juli fortgesetzt. Wie eine am Mittwoch vorgelegte Detail-Auswertung des Marktbeobachters Dataforce zeigt, meldeten private Halter im Berichtsmonat 108.635 neue Autos zu. Das bedeutete einen Zuwachs von 4,7 Prozent gegenüber dem Juli 2012. Selbst arbeitstäglich bereinigt war das Volumen mit einem Mini-Plus von 0,2 Prozent leicht positiv. Der Juli 2013 hatte einen Verkaufstag mehr als im Vorjahr.
Dagegen beschleunigte das Firmenwagensegment seine Talfahrt. Den Angaben zufolge gab der relevante Flottenmarkt bereinigt um 8,4 Prozent auf 59.355 Fahrzeuge nach. Der Vorjahreswert wurde damit deutlicher unterschritten als im Juni, wo das Minus noch fünf Prozent betragen hatte.
Die 85.156 gewerblichen Pkw-Neuzulassungen auf die sogenannten Sondereinflüsse entsprachen laut den Frankfurter Experten einem bereinigtem Rückgang von 0,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Während die Autobauer (19.162 Einheiten) und die Vermieter (21.335) im Juli acht bzw. 5,2 Prozent weniger Autos in den Verkehr brachten, fiel der Handel in dieser Gruppe aus dem Rahmen: Dort stieg die Zahl der Eigenzulassungen bereinigt um 4,9 Prozent auf 44.659 Fahrzeuge.
Gesamtmarkt: Trendwende in Sicht?
Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wuchs der deutsche Automarkt im vergangenen Monat leicht um 2,1 Prozent auf 253.146 neue Pkw (wir berichteten). Es war erst der zweite Volumenzuwachs 2013. Bereinigt wurde das Vorjahresniveau aber trotzdem leicht unterschritten (minus 2,3 Prozent). Mit Blick auf den vergleichsweise geringen Rückgang, die positiven privaten Neuzulassungen und einen Anstieg der Investitionsneigung bei Fuhrparkleitern erwartet Dataforce "in den nächsten Monaten auch für den Gesamtmarkt eine Trendwende". (rp)
Weitere Details bietet folgende Tabelle.