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Dezember-Bilanz: Autoabsatz schwächelt zum Ende des Ausnahmejahrs

Nach Monaten mit zweistelligen Zuwachsraten wurden im Dezember erstmals wieder weniger neue Personenwagen verkauft.
© Foto: Archiv/AHO-Montage

Nach Monaten mit zweistelligen Zuwachsraten wurden erstmals wieder weniger neue Personenwagen verkauft. Die Neuzulassungen gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent auf 215.400 Fahrzeuge zurück.


Datum:
05.01.2010
1 Kommentare

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In Deutschland sind im Jahr der Abwrackprämie so viele Autos verkauft worden wie seit 16 Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden rund 3,81 Millionen Neuwagen auf die Straße gebracht, wie der Verband der Importeure VDIK in Bad Homburg und der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag berichteten. Das ist ein Plus von gut 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Schon im Dezember bekam die Autobranche in Deutschland allerdings das Ende der Abwrackprämie zu spüren, während sich die Exportmärkte erholten. Nach Monaten mit zweistelligen Zuwachsraten wurden im Inland erstmals wieder weniger neue Personenwagen verkauft. Für 2010 rechnen Experten nach dem Rekordjahr mit einem Absatzeinbruch in Deutschland, gleichzeitig dürfte die weltweite Nachfrage etwas anziehen. Den Angaben zufolge sanken die Neuzulassungen im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent auf 215.400 Fahrzeuge. Nach dem staatlich geförderten Boom im abgelaufenen Jahr deutet sich damit schon im Dezember an, was Experten für 2010 vorhersagen: Einen rasanten Rückgang im Neuwagengeschäft. Der VDIK erwartet, dass mit rund 2,8 Millionen Fahrzeugen eine Million Neuwagen weniger auf Deutschlands Straßen kommen werden als 2009. Ähnliches sagte der Verband der Automobilindustrie (VDA) voraus, der mit 2,75 bis 3,0 Millionen verkauften Fahrzeugen rechnet. "Es ist klar, dass die Krise nicht überwunden ist und 2010 ein sehr schwieriges Jahr wird", sagte Autoexperte Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft. Branchenumsatz bricht um etwa ein Fünftel ein Da im Jahr der Abwrackprämie vor allem Kleinwagen verkauft wurden, brach der Branchenumsatz nach einer früheren Schätzung des VDA in Deutschland trotz des Absatzrekords um etwa ein Fünftel ein. Wie der Branchenverband am Dienstag in Frankfurt mitteilte, konnte die Fertigung in den deutschen Werken zum Jahresende aber deutlich gesteigert werden: Mit rund 347 000 Autos wurden 24 Prozent mehr produziert als im Dezember 2008. "Aufgrund des schwachen ersten Halbjahres wurden allerdings im Gesamtjahr 2009 mit knapp 5 Millionen Pkw 10 Prozent weniger Fahrzeuge produziert", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann laut einer Mitteilung.

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KOMMENTARE


E.Kühlwetter (wallibelli)

05.01.2010 - 15:37 Uhr

Der schwache Dezember wundert nicht. Welcher Händler, Hersteller oder Importeur, sieht man mal im Einzelfall von Audi, BMW oder Mercedes Benz ab, hat denn noch die üblichen Jahresschluss-Neuzulassungen vorgenommen? Bei dem Jahreszulaasungsergebnis bestand im Hinblick auf die Aussichten 2010 kein Interesse. Diesmal lautete die Parole: Alles was geht - außer abwrackprämierten Modellen - in den Januar schieben. Der Januar wird gar nicht so schlecht, sofern wir nicht im Schnee versinken. Da bin ich mir sehr sicher.


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