Weiterer Rückschlag für PSA Peugeot Citroën: Der globale Absatz des französischen Autokonzerns brach im ersten Halbjahr um knapp zehn Prozent auf 1,46 Millionen Fahrzeuge ein. Besonders kräftig war der Rückgang im Krisenmarkt Europa (minus 13 Prozent). Profitieren konnte PSA nach eigenen Angaben dagegen von den Wachstumsmärkten außer des Heimatkontinents: In China gab es einen Zuwachs von 32 und in Lateinamerika von 21 Prozent.
Während die Marke Citroën in den ersten sechs Monaten mit minus 1,7 Prozent und 653.000 Einheiten fast das Vorjahresniveau erreichte, sanken die Peugeot-Verkäufe um 15 Prozent auf 808.000 Wagen. Das Defizit von 147.000 Einheiten sei "fast vollständig" auf die Aussetzung von Bausatzlieferungen in den Iran seit Februar 2012 zurückzuführen, erklärte das Unternehmen.
Für die zweite Jahreshälfte rechnet Peugeot-Markenchef Maxime Picat mit einem besseren Abschneiden. "Das wird eine Herausforderung, aber wir können es mit den vor uns liegenden Modellneuheiten schaffen."
Nach einem Rekordverlust 2012 will PSA in diesem Jahr wieder in ruhigeres Fahrwasser steuern. Helfen sollen ein großer Stellenabbau , eine internationalere Ausrichtung und neue Modelle. Derzeit streicht der Konzern rund 8.000 Jobs, ein Werk bei Paris wird geschlossen. Zuletzt machten auch Spekulationen die Runde, wonach das Unternehmen möglicherweise vor einem Machtwechsel und der Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine engere Kooperation mit der Opel-Mutter General Motors stehe. (rp/dpa)