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Frage der Woche: Hilfe für verunsicherte E10-Kunden?

21.03.2011 06:10 Uhr
E10
Stichprobe: Jeder dritte AUTOHAUS Online-User rät von einer Betankung des Fahrzeugs mit E10 ab.
© Foto: Oliver Lang/ dapd

Die Hälfte der AUTOHAUS Online-Leser hilft den Autofahrern mit den verbindlichen Hersteller-Angaben weiter. Jeder Dritte rät von einer Betankung des Fahrzeugs mit dem neuen "Biosprit" gänzlich ab.

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Der "Benzingipfel" sollte bei der E10-Einführung die Wende zum Guten bringen. Die forcierte Aufklärungsarbeit an den Zapfsäulen und in den Werkstätten galt dabei als Eckpfeiler. Doch stattdesse: E10-Verdrossenheit und kein Ende. Nach aktuellen Umfragen lehnen 85 Prozent der deutschen Autofahrer den neuen "Biosprit" aus unterschiedlichen Gründen ab. AUTOHAUS Online wollte in der vergangenen Woche von seinen Lesern wissen, wie sie den verunsicherten E10-Kunden in den Kfz-Betrieben weiterhelfen.

Erstaunlich: Fast jeder dritte Umfrage-Teilnehmer (32 Prozent) rät seinen Kunden, die neue Benzinsorte mit bis zu zehn Prozent Ethanol-Anteil zu meiden und auf das teurere Super Plus auszuweichen. Jeder Zweite (51 Prozent) hilft den Autofahrern mit der DAT-Verträglichkeitsliste und den verbindlichen Hersteller-Angaben weiter.

Elf Prozent verweisen direkt an den Hersteller oder an die Tankstellen. Keine Meinung zu dem Thema hatten sechs Prozent. Insgesamt wurden 1.972 Stimmen abgegeben. (AH)

Was denken Sie: Warum empfehlen so viele Werkstätten ihren Kunden, auf das neue E10 gänzlich zu verzichten? Schreiben Sie uns einen Kommentar. Sie finden die Funktion wie gewohnt unterhalb des Artikels.

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KOMMENTARE

Struppi

21.03.2011 - 16:06 Uhr

Solange die Hersteller keine Garantien dafür übernehmen, dass Schäden durch E10 problemlos anerkannt werden, wird der vernünftige Tankkunde E10 meiden.


BK

22.03.2011 - 14:00 Uhr

Offensichtlich gibt es KEIN einziges überzeugendes Argument für E10 - dafür aber stichhaltige Argumente dagegen, zum Beispiel: 1. die Ökobilanz in der Herstellung ist negativ 2. der Kraftstoffverbrauch des Fahrzeuges erhöht sich 3. die Motorleistung vermindert sich 4. für den Autobesitzer wiegt der Preisvorteil des E10 das wirtschaftliche Risiko von technisch möglichen und offenbar auch nicht unwahrscheinlichen Motor- / Kraftstoffsystemschäden bei Weitem nicht auf. Selbst die Polizei in Schleswig-Holstein sieht dies genau so. 5. die Pflege und Wartung eines Kfz zu dessen Werterhaltung läuft ad absurdum, wenn der Staat Kraftstoffe mit technisch zerstörerischen Risiken einführt. In der Konsequenz wird sich jeder denkender, selbstverantwortlicher und autobesitzender Wähler, genau wie jedes wirtschaftlich agierendes Unternehmen nur GEGEN E10 entscheiden. Der Gesetzgeber ist verpflichtet im Sinne seiner Staatsbürger zu handeln. Im Fall von E10 liegt hier wohl eine Pflichtverletzung vor. Sobald es eine Interessengemeinschaft gegen E10 gibt, welche die Verfassungsmäßigkeit dieser Zwangseinführung gegen die Bürgerinteressen durchleuchtet, wird diese große Unterstützung erfahren. Dies wäre die Aufgabe des ADAC - leider nimmt der ADAC jedoch die Interessen seiner Mitglieder bei diesem Thema nicht im Geringsten wahr. Vielleicht öffnet sich dadurch eine Möglichkeit für Andere, die bisherige Monopolstellung dieses Clubs in Frage zu stellen.


M.Wabnitz

22.03.2011 - 17:13 Uhr

Zusätzlich zu den schon obengenannten Gründen gegen E10 möchte ich noch folgendes anmerken: Nachgewiesener weise weist E10 2% weniger Energiegehalt auf als E5-Kraftstoff. Wenn man nun noch den Leistungsverlust dazu addiert wird irgendwann jeder von uns merken, dass die angeblich Schonung der natürlichen Ressourcen durch den erhöhten Kraftstoffverbrauch eine komplette Nullnummer ist. Das Einzigste was wir Autofahrer davon letztendlich haben, sind höhere Kraftstoffpreise – wie jetzt schon absehbar.


HannahTeresa

23.03.2011 - 10:30 Uhr

Das einzige was am neuen Kraftstoff E10 Bio ist, ist seine Gewinnung aus Pflanzen. Der Name suggeriert allerdings, dass der neue Kraftstoff auch "Öko" und nachhaltig sei, doch das ist eine glatte Lüge und reine Propaganda der Bioethanolindustrie. Der verstärkte Anbau von Energiepflanzen vernichtet in Deutschland herkömmliche Weide- und Ackerflächen bzw. Heide-, Geest- und Waldflächen. Die Monokulturen der Energiepflanzen brauchen mehr Dünger, zerstören die Böden und können weniger Kohlenstoffe aufnehmen als die natürlichen Landschaften. Eine positive Ökobilanz ist daher nicht gegeben. Energiepflanzen verdrängen zudem die klassische Landwirtschaft und wirken sich negativ auf die Nahrungsmittelproduktion aus. Noch drastischer sind die ökologischen Auswirkungen importierter Energiepflanzen (Soja- und Palmöl), denn für die Monokulturplantagen wird großflächig Regenwald vernichtet. Auch in den Ländern des Südens ist die großindustrielle Energiepflanzenproduktion nicht nur eine Gefahr für die tropischen Regenwälder, sondern stellt auch eine Konkurrenz für den Nahrungsmittelanbau dar. Die Folgen: die Ernährungssouveränität der ansässigen Bevölkerung ist gefährdet und weltweit steigen die Lebensmittelpreise. Fazit: Biotreibstoffe sind weder "Öko" noch nachhaltig. Im Gegenteil, sie bedrohen Mensch und Natur. www.regenwald.org/mailalert/677/e10-und-sogenannten-biodiesel-sofort-stoppen


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