Das ums Überleben kämpfende Opel-Mutterunternehmen General Motors (GM) schließt eine Insolvenz nach US-Muster nicht aus. Zwar ziehe der US-Autobauer eine andere Lösung vor, bekräftigte der neue GM-Chef Fritz Henderson am Sonntag. "Aber wenn es ohne ein Insolvenz-Verfahren nicht geht, dann muss es eben über eine Insolvenz gemacht werden", sagte er in einem Interview des TV-Senders NBC. Ausdrücklich fügte er hinzu, er favorisiere eine Sanierung "außerhalb eines Insolvenz-Verfahrens". Präsident Barack Obama hatte der Opel-Mutter vor einer Woche 60 Tage Zeit gegeben, um einen Sanierungsplan vorzulegen (wir berichteten). Dann könnten weitere Staatshilfen gezahlt werden. Sollte GM aber keinen tragfähigen Plan präsentieren, bliebe nur der Weg in die Insolvenz. Der Europa-Chef der Opel-Mutter GM, Carl-Peter Forster, hält eine mögliche Insolvenz von General Motors nach US-Recht nicht für eine Gefahr für Opel. "Unsere Produktion und den Verkauf von Autos in Europa würde es nicht betreffen", sagte Forster dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Allerdings könnte ein Insolvenzverfahren in den USA auch Autokäufer in Europa verunsichern. Forster bestätigte, es gebe Interessenten für eine Beteiligung an dem angestrebten neuen Unternehmen, in dem die europäischen Aktivitäten von GM gebündelt werden sollen: "Wir reden darüber mit Interessenten aus der Private-Equity-Branche und mit Staatsfonds beispielsweise." (dpa)
GM-Rettung: Insolvenz nicht ausgeschlossen
Der neue GM-Chef Fritz Henderson will eine Insolvenz nach US-Muster für sein Unternehmen nicht ausschließen. Er betonte, dass er eine Sanierung außerhalb eines Insolvenz-Verfahrens jedoch vorziehe.