Die Gespräche über eine Allianz des US-Autoriesen General Motors (GM) mit Renault und Nissan sind an einem Streit über die Finanzen gescheitert. GM-Chef Rick Wagoner begründete den Abbruch der Verhandlungen u. a. mit zu starken Vorteilen für Renault und Nissan sowie Unterschieden in der Unternehmenskultur. GM sehe bessere Chancen darin, die Sanierung auf eigene Faust fortzusetzen. Zusammen hätten die drei Unternehmen ein Viertel des Weltmarktes kontrolliert. Der Chef von GM, Rick Wagoner, hatte bereits Ende September auf dem Autosalon in Paris deutlich gemacht, dass er die Aussicht auf eine Allianz gedämpft sieht. "Die Allianz ist für uns nicht überlebenswichtig, wir können auch ohne leben", sagte er. Ursprünglich sollten die Möglichkeiten für ein Bündnis bis zum 15. Oktober geprüft werden. In der am Mittwochabend veröffentlichten Mitteilung machte Wagoner klar, dass die anvisierte Allianz nach Einschätzung des Verwaltungsrates nicht im Interesse der GM-Aktionäre gewesen wäre. Auf beiden Seiten sei man sich zwar darüber einig gewesen, dass ein Zusammenschluss deutliche Synergien geschaffen hätte, Renault und Nissan hätten von diesen allerdings stärker profitiert.
GM und Renault-Nissan: Allianz adé
Parteien brechen Gespräche ab / Keine Annäherung über Umfang und Verteilung der Einsparungen