Globaler E-Auto-Markt: Dämpfer zum Jahresstart

10.03.2026 09:56 Uhr | Lesezeit: 2 min
Ein Elektrofahrzeug von BMW lädt an einer Ladesäule.
Die weltweite Nachfrage nach E-Autos schwächelt zu Jahresbeginn.
© Foto: Jan Woitas/dpa

Förder-Stopps in China und den USA lassen den globalen E-Automarkt leicht schrumpfen. In Europa geht es aber weiter aufwärts.

Der weltweite Markt für Elektroautos (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) ist mit einem Minus ins Jahr 2026 gestartet. Im Januar wurden rund 1,218 Millionen elektrisch angetriebene Pkw und Nutzfahrzeuge ausgeliefert, 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Marktforschungsunternehmen SNE Research ermittelt hat. Während Europa knapp ein Fünftel (19,5 Prozent) weiter zulegte, verzeichneten China und Nordamerika zweistellige Rückgänge. 

Größter Anbieter blieb BYD mit rund 162.000 verkauften Elektroautos und Plug-in-Hybriden – allerdings verloren die Chinesen gegenüber dem Vorjahresmonat rund 30 Prozent ihrer Verkäufe. Auf Rang zwei folgt die Geely-Gruppe mit 137.000 Einheiten und einem Minus von 11,6 Prozent. Volkswagen behauptete mit einem Plus von drei Prozent auf 90.000 Fahrzeuge Rang drei, vor Tesla mit 71.000 Einheiten. 

Als Hauptgrund für die schwächere Entwicklung nennt SNE die nachlassende Dynamik in China. Dort habe der Übergang von einer vollständigen Steuerbefreiung für sogenannte New Energy Vehicles (NEV) zu einem reduzierten Steuersatz für zahlreiche vorgezogene Neuzulassungen gesorgt, die nun fehlten. In Nordamerika belastet unter anderem das Auslaufen staatlicher Kaufanreize Ende September 2025 die Nachfrage

Europa zeigt sich nach Einschätzung der Analysten robuster. Strenge CO2-Vorgaben, Flottenziele und eine wachsende Zahl neuer, preislich wettbewerbsfähiger Modelle stützten den Absatz. Zudem gewinne die lokale Produktion in Europa im Zuge veränderter Handelsregeln an Bedeutung.

Wie Berechnungen von Jato Dynamics zeigen, stieg die Zahl der neu zugelassenen Batterie-Pkw in Europa um 13 Prozent auf 196.974 Einheiten, ihr Marktanteil lag bei 20 Prozent. Noch kräftiger entwickelten sich Plug-ins, deren Zulassungen um 32 Prozent auf 99.303 Fahrzeuge zulegten. Ihr Anteil erreichte damit zehn Prozent. Jato nennt als wichtige Treiber unter anderem neue PHEV aus dem Volkswagen-Konzern sowie die Modelle Seal U von BYD und J7 von Jaecoo. 

Langfristig sieht SNE den Weltmarkt für E-Autos trotz des schwachen Starts weiter auf Wachstumskurs. Seit 2017 beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate demnach 34,9 Prozent.


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