HUK-Mobilitätsstudie 2026: Das Auto auf der Überholspur

23.04.2026 11:07 Uhr | Lesezeit: 3 min
Mobilität
Insgesamt ist die Auto-Präferenz bei den unter 40-Jährigen in den vergangenen vier Jahren dreimal so stark gestiegen wie bei älteren Befragten.
© Foto: Ayvens_@GettyImages

Noch vor wenigen Jahren waren vor allem bei jungen Menschen Alternativen zum Auto gefragt. Doch neuerdings steigt die Auto-Affinität auch bei den Jüngeren deutlich.

Das Auto gewinnt in der Gunst der Deutschen weiter an Bedeutung. Das gilt für die Gesamtbevölkerung sowie in besonderer Weise für jüngere Menschen. Das geht aus der aktuellen Mobilitätsstudie der HUK-Coburg hervor, für die mehr als 4.000 Bürger ab 16 Jahren befragt wurden.

Auto wird wieder beliebter

Demnach gaben 76 Prozent der Deutschen an, dass der Pkw auf Sicht von fünf Jahren als Verkehrsmittel die erste Wahl ist. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem leichten Anstieg um einen Prozentpunkt. Vor allem bei den 16- bis 24-jährigen Befragten hat sich die Einschätzung deutlich pro Auto verschoben. Insgesamt ist die Auto-Präferenz bei den unter 40-Jährigen in den vergangenen vier Jahren dreimal so stark gestiegen wie bei älteren Befragten.

Inzwischen liegen beide Gruppen nahezu gleichauf. 75 Prozent der Jüngeren und 76 Prozent der über 40-Jährigen sehen im Auto das wichtigste Verkehrsmittel der Zukunft. Im Jahr 2022 war der Abstand mit 64 zu 73 Prozent noch deutlich größer.

Fahrrad-Spaß ebbt ab

Andere Verkehrsträger verlieren hingegen an Bedeutung oder treten auf der Stelle. So wird das Fahrrad seit dem Ende der Corona-Jahre deutlich skeptischer bewertet. Der Anteil der Befragten, die es als Verkehrsmittel der Zukunft sehen, ist um mehr als ein Drittel auf 16 Prozent gesunken. Der öffentliche Nahverkehr mit Straßenbahnen, S-Bahnen und Bussen verharrt seit 2021 bei maximal 13 Prozent.

Ein Drittel vermeidet Bahnfahrten 

Zugleich wächst die Skepsis gegenüber der Bahn. Hintergrund sind anhaltende Probleme bei der Zuverlässigkeit. Wohl deshalb gaben 35 Prozent der Befragten in der HUK-Coburg-Studie an, Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden. 26 Prozent planen wichtige Termine grundsätzlich nicht mehr mit der Bahn ein. 28 Prozent kalkulieren für Fahrten inzwischen einen deutlich größeren Zeitpuffer ein als noch vor wenigen Jahren. 


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