Die japanischen Autobauer kehren nur langsam zur normalen Fertigung zurück. Der zweitgrößte Hersteller des Landes, Honda, setzt die Fahrzeugproduktion in den Werken Sayama und Suzuka ein weiteres Mal aus. Ab 11. April sollen dann alle japanischen Fertigungsstätten ihren Betrieb wieder aufnehmen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Liefersituation bei Teilen habe sich soweit entspannt, dass die Produktion von Komponenten und Fahrzeugen in den Werken zu Beginn etwa 50 Prozent des ursprünglichen Plans erreichen wird, hieß es.
Nissan will erst Mitte April an allen Produktionsstandorten mit Ausnahme des Motorenwerks Iwaki den normalen Betrieb wiederaufnehmen. Vorerst sei die Versorgung mit Zulieferteilen noch eingeschränkt, betonte der Autobauer.
Mazda kündigte an, ab der kommenden Woche in seinen beiden japanischen Werken in Hiroshima und Hofu im Südwesten des Landes die Fahrzeugproduktion in limitiertem Umfang wieder zu starten. Hierzu würden verfügbare Komponenten und Teile genutzt. Die Produktion von Ersatzteilen und Teilen für die Montage im Ausland hatte Mazda bereits am 22. März wiederaufgenommen (wir berichteten).
Gerade die eng vernetzte Autoindustrie ächzt noch immer unter den Folgen von Erdbeben, Tsunami und Atom-Krise. Ernsthafte Probleme sind die zeitweisen Stromabschaltungen, fehlende Zulieferteile und die bedrückende persönliche Lage der Beschäftigten. Die japanischen Hersteller rechnen bisher mit einem Produktionsausfall von mehr als 365.000 Fahrzeugen. (rp)