Das Daimler-Vermietsystem "Car2Go" ist an den Pilot-Standorten Ulm und Austin (US-Bundesstaat Texas) nicht profitabel. Das bestätigte Konzernchef Dieter Zetsche am Rande der Automesse in Detroit (bis 23. Januar). Das sei in diesen eher kleinen Städten aber auch nicht zu erwarten gewesen. Nun kommt beispielsweise mit Hamburg eine Großstadt hinzu. Dort erwartet Zetsche, dass sich die Investitionen nach drei Jahren auszahlen. "Das ist ein sehr attraktives Geschäftsmodell", bekräftigte der Manager. Bei Car2Go können registrierte Nutzer im gesamten Stadtgebiet abgestellte Smart innerhalb weniger Minuten mieten.
Dank der robusten Konjunktur hat der Autozulieferer Continental das Jahr 2010 mit starken Zuwächsen abgeschlossen. Insgesamt habe der Konzern einen Umsatz von mehr als 25,5 Milliarden Euro erzielt, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart am Dienstag am Rande der Automesse in Detroit. 2009 waren die Erlöse vor allem wegen der Absatzeinbrüche in der Autoindustrie noch auf rund 20 Milliarden Euro gesunken. Auch beim Gewinn gelang den Hannoveranern die Wende: Bereinigt um Sondereffekte stieg der Anteil des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern am Umsatz von 5,8 Prozent auf etwa 9,5 Prozent. Die endgültigen Zahlen will Conti am 3. März vorlegen.
Opel bietet seine Fahrzeuge ab dem Jahr 2012 auch in Australien an. Den Kern der Produktpalette "Down under" wird der Mittelklässler Insignia, der kompakte Astra und der Kleinwagen Corsa bilden, wie Opel-Chef Nick Reilly nun auf der Detroit Motor Show bekannt gegeben hat. Das komplette Modellangebot wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Der fünfte Kontinent ist nach Chile und Israel bereits der dritte neue Exportmarkt der Marke.
VW-Chef Martin Winterkorn will sich zu möglichen Übernahmeplänen der Fiat-Tochter Alfa Romeo nicht weiter äußern. "Alfa ist eine interessante Marke", wiederholte er in Detroit frühere Aussagen. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte mehrfach Interesse an Alfa geäußert und die Fiat-Tochter als mögliche weitere Konzernmarke ins Gespräch gebracht. Fiat-Chef Sergio Marchionne lehnt einen Verkauf von Alfa jedoch ab.
Mercedes-Benz ist auf der North American International Auto Show (NAIAS) u.a. mit einer Innenraum-Skulptur präsent. Das Kunstwerk namens "Aesthetics No. 2" entzieht sich bewusst den Beschränkungen von Ergonomie, Machbarkeit und bekannten Konventionen. Die gezeigte Plastik misst 5,6 Meter in der Länge und rund 1,8 bzw. 2,6 Meter in Breite und Höhe. Sie soll laut Hersteller "eine Ästhetik der Nachhaltigkeit visualisieren" und die zukünftige klare und dennoch emotionale Formensprache beim Mercedes-Interieur zeigen. Im Fokus: die vollendeten Formen der Natur. (dpa/mid/bp/rp/mid/tm)