Deutlich mehr gewerbliche Kunden sind laut einer Mitteilung der Veranstalter auf die am Dienstag zu Ende gegangene Internationale Handwerksmesse in München gekommen. So hätten fast 40 Prozent der 151.700 Besucher in einer repräsentativen Umfrage angegeben, dass berufliche Gründe für die Stippvisite ausschlaggebend waren. Ein Jahr zuvor lag der Anteil laut Gesellschaft für Handwerksmessen (GHM) noch bei 30,6 Prozent. Zum Vergleich: Zur 2009 letztmalig durchgeführten IHM Profi kamen damals rund 73.000 Fachbesucher.
Grund für den Anstieg der gewerblichen Besucher seien die bauhandwerklichen Leistungen rund um die Modernisierung von öffentlichen Gebäuden und Betriebsstätten gewesen, hieß es in der Mitteilung. Bekanntlich spielt das Thema Werkstattausrüstung seit der Absage des Teilegroßhändlers Stahlgruber keine Rolle mehr auf der IHM. Das Kfz-Gewerbe stellte erneut an einem Stand die "Berufe rund ums Auto" vor. Zudem veranstalteten 40 regionale Autohändler die fünftägigen Münchner Auto-Tage. Dort wurden 141 Fahrzeuge verkauft (wir berichteten).
Erstmals durchgeführt wurde die Autopraktika, die als Kombination aus Forum, Ausstellung und Branchentreff angekündigt wurde. "Die zwei Tage haben gezeigt, dass dieses zusammen mit dem bayerischen Kfz-Verband entwickelte Konzept bei den Besuchern vor Ort auf gute Resonanz stieß," sagte Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM. Laut einer offiziellen Mitteilung kamen etwa 1.000 Fachbesucher auf die zweitägige Veranstaltung.
Diese Zahl rief bei den von unserem Partnerdienst "asp-Online" befragten Autopraktika-Ausstellern Staunen hervor. "Die müssen sich irgendwo versteckt haben, oder sie wurden zweimal gezählt, einmal wenn sie gekommen sind und einmal wenn sie gegangen sind, vielleicht auch noch einmal, wenn sie am Buffet waren", erklärte ein Vertreter eines namhaften Werkstattausrüsters, der namentlich nicht genannt werden wollte. Ob das Konzept in dieser Form 2012 wiederholt wird, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die 64. Internationale Handwerksmesse nächstes Jahr vom 14. bis 20. März stattfindet. (ng)