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Mobilität auf Abruf: ZDK prüft Carsharing

Im Bereich Carsharing tummeln sich mittlerweile viele Anbieter. Mischen künftig auch die Autohändler mit?
© Foto: BCS

Der Verband denkt über ein eigenes Modell nach, das Autohändlern den Zugang zu der boomenden Mobilitätsform ermöglichen soll. Dies könnte über eine bundesweit tätige Tochtergesellschaft geschehen.


Datum:
15.12.2011
1 Kommentare

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Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) prüft ein eigenes Carsharing-Modell. Es soll Autohändlern ermöglichen, Autofahrern das Teileigentum an einem Fahrzeug anbieten zu können. ZDK-Präsident Robert Rademacher sagte der Nachrichtenagentur mid, dass der Branchenverband in diesen Geschäftsbereich sehr wahrscheinlich nicht direkt einsteige. Analog zum wachsenden Engagement der Autobauer (wir berichteten) könne er sich aber den Weg über eine bundesweit tätige Tochtergesellschaft vorstellen.

Hersteller wie Daimler (Car2go), BMW (Drive-Now), VW (Quicar) oder Peugeot (Mu) sind in den vergangenen Jahren selbst zum Carsharing-Anbieter geworden. Über Tochterunternehmen bieten sie die Kurzzeit-Vermietung in urbanen Regionen an. In vielen Fällen sind die Autohändler aber hierbei nicht involviert. Carsharing-Kunden sind also verlorene Kunden, sie fallen als Käufer von Neu- oder Gebrauchtwagen aus.

"Diese Entwicklung ist nicht in unserem Sinn", betonte Rademacher. Durch eigene Carsharing-Angebote könnte sie abgefedert werden. (mid/gz)

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KOMMENTARE


Hans von Ohain

15.12.2011 - 22:26 Uhr

Der erste April kommt doch erst noch, oder?! Die VW/Audi-Händler verkaufen gerade ihre seit langen Jahren bestehende und ja auch erfolgreiche Autovermietung an den VW Konzern. Gründe dafür mag es diverse geben, aber einer ist ganz gewiss, dass der Kapitalbedarf für eine wirklich dauerhafte Weiterentwicklung eines solchen Unternehmens erheblich ist. Außerdem braucht man so etwas wie eine Strategie und sehr professionelle Partner vor Ort. Das erste hat so ein Verband nicht und wird er nie haben. Das zweite mögen einige wenige Köpfe im ZDK haben, aber der Verband und seine Untergliederungen sind furchterregend organisiert. Da weiß doch die Linke oft nicht, was die Rechte tut. Strategie ist aber, wenn alle ein Ziel haben und am gleichen Strang ziehen. Und da werden die Fabrikatsbetriebe schon nicht mit den freien Betrieben können. Außerdem werden die Hersteller ihren Händlern schon beibringen, wie sie an den eigenen Konzepten mitzumachen haben. Und zu den professionellen Partnern ist zu sagen, dass die Masse der Händler nur unter Druck professionell arbeiten wird. Aber glaubt jemand im Ernst, der ZDK wird über eine eigene Gesellschaft Druck auf die Mitglieder ausüben? Mein Fazit: Das ist ein netter Versuch, mal wieder mit einer positiven Botschaft in den Medien zu erscheinen. Aber glauben kann ich daran nicht.


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