Neuer BMW i3: Der Elektro-Dreier wird erwachsen

18.03.2026 13:21 Uhr | Lesezeit: 3 min
In München hat der scheidende BMW-Chef Oliver Zipse den neuen i3 vorgestellt.  
© Foto: BMW

Der neue BMW i3 ist kein Kleinwagen mehr, sondern eine Elektrolimousine im Dreier-Format. Auch technisch hat er sich weiterentwickelt. Preislich dürfte er sich allerdings am SUV-Bruder iX3 orientieren und in der Nähe von 70.000 Euro starten.

Nach dem SUV-Modell iX3 bringt BMW nun mit der Limousine eine zweite Karosserievariante seiner "Neuen Klasse" von Elektroautos. Der Viertürer trägt die Bezeichnung i3, hat mit dem gleichnamigen Kleinwagenmodell aber nichts mehr gemein. Die Produktion startet im August, die ersten Auslieferungen sollen im Herbst erfolgen.  

Zum Start gibt es den i3 zunächst als 50 xDrive mit Allradantrieb. Zwei E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse liefern zusammen 345 kW/469 PS und 645 Newtonmeter Drehmoment, die Reichweite soll rund 900 Kilometer betragen. Wie schon der iX3 nutzt der Neue eine Batteriespannung von 800 Volt, die besonders hohe DC-Ladeleistungen und damit kurze Standzeiten am Schnelllader ermöglicht - der Hersteller verspricht 400 Kilometer Reichweite in zehn Minuten. An der Wallbox wird mit 11 kW geladen, optional sind 22 kW möglich. Außerdem unterstützt der i3 bidirektionales Laden, also die Stromabgabe an externe Verbraucher, ins Haus oder ins Netz.


BMW i3 (2026)

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Bei Elektronik und Bedienung nutzt der i3 die beim iX3 eingeführte neue Technikgeneration. Dazu zählen insgesamt vier Hochleistungsrechner, die "Panoramic Vision" über die gesamte Breite der Frontscheibe sowie ein insgesamt stärker softwaredefiniertes Fahrzeug. Für die Fahrdynamik ist unter anderem ein Rechner zuständig, der schneller als bisherige Systeme arbeiten soll. BMW nennt ihn "Heart of Joy". 

Optisch näher am 3er – preislich beim iX3?

Optisch bleibt der i3 klar als 3er erkennbar, interpretiert die klassische BMW-Limousine aber neu. Der Viertürer ist mit 4,76 Meter eine halbe Handbreit länger, auch beim Radstand gibt es ein leichtes Plus. Die Niere fällt deutlich kleiner aus, orientiert sich mit ihrer vertikalen Ausrichtung eher am iX3 als am Dreier.

BMW i3
Zu den Preisen schweigt sich BMW noch aus, die 50er-Variante dürfte bei rund 65.000 Euro liegen.
© Foto: BMW Group

Einen Preis nennen die Münchner nicht, er dürfte aber knapp unterhalb der 70.000 Euro liegen, die für das identisch motorisierte SUV aufgerufen werden. Damit läge der Neue auf einem vergleichbaren Preisniveau wie der ähnlich positionierte i4; die coupéhafte Limousine basiert allerdings noch auf der Verbrenner-Plattform des 3ers.

Zu den Wettbewerbern des i3 zählt der Mercedes CLA, der ebenfalls auf eine neue Antriebs- und Elektronikarchitektur setzt. Die 4,72 Meter lange Limousine der Stuttgarter ist aktuell allerdings deutlich ziviler motorisiert, kostet mit dem 200 kW/272 PS starken Hinterradantrieb und knapp 800 Kilometern Reichweite rund 56.000 Euro. Zudem planen die Stuttgarter eine etwas größere elektrische C-Klasse, Audi schickt in den kommenden Jahren den elektrischen A4 ins Rennen.


BMW iX3 (2026)

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