BMW zieht den Bestellstart seiner neuen Elektro-Limousine i3 nach eigenen Angaben wegen hoher Nachfrage vor. Zunächst ist die Variante i3 50 xDrive als "First Edition" zu Preisen ab 75.340 Euro bestellbar. Die reguläre und weniger umfangreich ausgestattete Basisversion des i3 50 xDrive soll später zu Preisen ab 65.900 Euro zu haben sein. Die Markteinführung ist für September geplant.
Technisch setzt BMW beim i3 auf die 800-Volt-Architektur der Neuen Klasse. Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mobilisieren im Fall des 50 xDrive 345 kW / 469 PS und 645 Newtonmeter Systemleistung. Den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h absolviert die Limousine in 4,7 Sekunden. Für den 109 kWh großen Akku verspricht BMW eine Reichweite von bis zu 912 Kilometern.
BMW bereitet Leipziger Werk für neue E-Autos vor
Wer künftig einen neuen Elektro-BMW fährt, könnte ihn aus Sachsen bekommen. Das BMW-Werk Leipzig bereitet sich derzeit auf die "Neue Klasse" vor - die nächste Generation vollelektrischer Fahrzeuge des Konzerns. Dafür soll die Fabrik in diesem Sommer für mehrere Wochen umgebaut werden. "Wir bereiten uns auf die 'Neue Klasse' vor", sagte Werkleiterin Petra Peterhänsel. Während einer 5,5-wöchigen Produktionsunterbrechung werde das Werk umfangreich angepasst. Hintergrund seien neue technische Anforderungen der kommenden Fahrzeuggeneration. Welche Modelle künftig konkret in Leipzig gebaut werden sollen, ließ BMW offen.
Der Standort gilt als einer der Pioniere der Elektromobilität in Deutschland. Bereits 2013 startete in Leipzig die Produktion des vollelektrischen BMW i3. Heute läuft dort mit dem Mini Countryman nur ein rein elektrisches Fahrzeug vom Band. Betriebsratschef Jens Köhler hatte bereits Ende vergangenen Jahres den Wunsch geäußert, dass Leipzig künftig eine größere Rolle bei der Produktion von Elektroautos übernehmen soll. Das Geld fließt nach Unternehmensangaben in die Modernisierung von Anlagen und die Vorbereitung künftiger Fahrzeuggenerationen. Im Leipziger Werk arbeiten inzwischen mehr als 11.600 Menschen.