Die Brutto-Preise ("nach Steuern") für Neuwagen sind im Dezember 2003 in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,7 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich der Monate November war hingegen nur eine Verteuerung um 3,4 Prozent festzustellen, berichteten die Marktbeobachter von Eurocarprice.com am Montag. Dennoch fiel der hiesige Zuwachs geringer aus als in den restlichen Ländern der Euro-Zone: Hier zogen die Preise im Dezember um 4,7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vergleichsmonat 2002 an. Die Neuwagen-Preise in Deutschland lagen den Angaben zufolge damit für Verbraucher im Durchschnitt um drei Prozent unter dem Niveau der restlichen Euro-Länder. Von den 19 Ländern, die Eurocarprice in seiner Analyse betrachtet, verteuerten sich neue Autos in Polen am deutlichsten. Um satte 12,3 Prozent sind hier die Preise im Dezember-Vergleich gestiegen. Geschont wurden hingegen die Geldbeutel der Finnen, für die eine Neuwagen-Anschaffung um nur 0,2 Prozent kostspieliger wurde. Deutschland teuer "Netto-Land" Bei den Netto-Preisen ("vor Steuern") ergibt sich ein anderes Bild. In Deutschland liegen sie um sieben Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Spitzenreiter bei dieser Betrachtung ist die Schweiz mit einem um 14 Prozent überdurchschnittlich rangierenden Preisniveau. 14 Prozent unter dem europäischen Netto-Durchschnitt liegen hingegen Fahrzeuge in Griechenland. In den Volumensegmenten Kleinwagen, Untere Mittelklasse und Obere Mittelklasse sind die Netto-Preise im Dezember-Jahresvergleich zum Teil deutlich angezogen, berichtete Eurocarprice weiter. Das Preisniveau bei den Kleinstwagen sank um 1,7 Prozent. (pg)
Neuwagen-Preise im Dezember gestiegen
Deutsche Autofahrer zahlten 3,7 Prozent mehr