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Produktion: Tognum investiert Millionen in Europa

21.03.2011 00:33 Uhr
Produktion: Tognum investiert Millionen in Europa
Tognum will Millionen in die Produktion in Europa pumpen und ein neues Werk bauen.
© Foto: Tognum

Der Motorenbauer will Millionen in die Produktion in Europa pumpen und ein neues Werk bauen. Das Unternehmen unterstreicht damit seinen Anspruch: Daimler und Rolls-Royce sollen für eine Übernahme mehr bezahlen.

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Der von Daimler und Rolls-Royce umworbene Motorenbauer Tognum baut für mehrere Millionen Euro seine Produktion in Europa aus. Mit den Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in das Stammwerk Friedrichshafen am Bodensee und einen neuen Standort in Osteuropa rüstet sich Tognum für neues Wachstum. "Unsere neuen Produkte mit deutlich geringeren Emissionen und deutlich weniger Kraftstoffverbrauch werden zukünftig auf den Weltmärkten in hohen Stückzahlen nachgefragt", sagte Tognum-Chef Volker Heuer am Montag.

Dafür plant Tognum auch ein Werk in Osteuropa. Dort sollen von 2013 an Teile für Motoren gebaut werden. Die Komponenten werden dann zur Montage nach Deutschland, China und in die USA geliefert. Dazu, wie viele Mitarbeiter dort künftig arbeiten sollen und in welchem Land das Werk gebaut wird, machte das Unternehmen keine Angaben.

"Die Friedrichshafener Werke sind für die künftig erforderlichen Stückzahlen nicht erweiterbar", sagte Produktionsvorstand Ulrich Dohle. Die Fertigung in Osteuropa spare außerdem Kosten. Der Standort Friedrichshafen mit derzeit rund 6.000 Mitarbeitern werde die führende Rolle im weltweiten Produktionsnetz behalten. Die Zahl der Beschäftigten dort wird stabil bleiben.

Umsatzplus von mehr als zehn Prozent

Der Dieselmotorenspezialist erwartet für 2011 ein Umsatzplus von mehr als zehn Prozent und ein steigendes Ergebnis. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse um etwas mehr als ein Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro gestiegen. Unter dem Strich standen unbereinigt 63,2 Millionen Euro. Daimler und Rolls-Royce wollen Tognum gemeinsam für 3,2 Milliarden Euro übernehmen und ihr Angebot in den nächsten Tagen der Finanzaufsicht Bafin zur Prüfung vorlegen. In Branchenkreisen wird damit bis Mitte der Woche gerechnet. Damit würden Daimler und sein britischer Partner die Unterlagen deutlich vor Ende der Frist am 10. April einreichen.

Die Prüfung durch die Finanzaufsicht ist der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zur Übernahme. Danach können die Schwaben, die bereits 28,4 Prozent an dem Unternehmen halten, und ihr britischer Partner den Tognum-Aktionären offiziell ihr Angebot unterbreiten. Dies liegt bei 24 Euro pro Aktie. Das Angebot war von Aktionären und Analysten bereits als zu niedrig bezeichnet worden. Auch das Tognum-Management ist bisher mit dem Preis nicht zufrieden. (dpa)

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