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Räderhersteller: BBS rutscht erneut in die Insolvenz

KW Automotive kauft BBS
Im Juni 2021 wurde BBS von der KW Automotive Group übernommen, jetzt ist der Räderhersteller bereits zum vierten Mal insolvent.
© Foto: BBS

Der Räderhersteller befindet sich bereits zum vierten Mal in finanzieller Schieflage. Gründe sind vor allem stark gestiegene Energiekosten und die Kaufzurückhaltung der Verbraucher.


Datum:
29.09.2023
Autor:
dpa/tm
Lesezeit:
3 min
2 Kommentare

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Der Räderhersteller BBS hat erneut Insolvenz angemeldet. Gründe für die finanzielle Schieflage seien zum einen die stark gestiegenen Energiekosten, die die energieintensive Produktion belasteten, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger am Freitag in Schiltach (Kreis Rottweil) mit. Hinzu komme, dass die erforderlichen Preiserhöhungen zusammen mit der steigenden Inflation zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung der Verbraucher bei den hochwertigen Rädern für Autos der Oberklasse geführt hätten.

In den Werken in Schiltach und Herbolzheim fertigt das Unternehmen Aluminiumräder. Derzeit sind dort 270 Menschen beschäftigt. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 50 Millionen Euro.

"Ich habe heute die Belegschaft an beiden Standorten über den Insolvenzantrag informiert und verschaffe mir jetzt einen Überblick der Lage. Der Geschäftsbetrieb läuft an beiden Standorten weiter", erklärt Mucha. Der Geschäftsbetrieb laufe an beiden Standorten weiter. Er verschaffe sich nun einen Überblick, um die Perspektiven für das Unternehmen auszuloten. Der Insolvenzantrag sei bereits am Donnerstag beim Amtsgericht Rottweil gestellt worden.

BBS wurde 1970 gegründet. Die drei Buchstaben "BBS" stehen für die Namen der einstigen Gründer und den Ort: Baumgartner, Brand, Schiltach. 2001 eröffnete das Unternehmen eine zweite Fabrik in Herbolzheim (Kreis Emmendingen). BBS hatte bereits 2007, 2011 und 2020 Insolvenz anmelden müssen. Im Juni 2021 übernahm die KW Automotive Group das Unternehmen.


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KOMMENTARE


Karsten Stelter

03.10.2023 - 00:58 Uhr

Ich finde es traurig, wieder eine Insolvenz. Ebenso traurig ist aber auch, daß kein Mensch mehr Korrektur liest! >>"Ich habe heute die Belegschaft an beiden Standorten über den Insolvenzantrag informiert und verschaffe mir jetzt einen Überblick der Lage. Der Geschäftsbetrieb läuft an beiden Standorten weiter", erklärt Mucha. Der Geschäftsbetrieb laufe an beiden Standorten weiter. Er verschaffe sich nun einen Überblick, um die Perspektiven für das Unternehmen auszuloten.


Mayr

02.11.2023 - 23:36 Uhr

BBS einst einer der Pioniere bei Alurädern. Leider sind Giessprozesse kostenintensiv und die Anforderungen hoch. Globales Sourcing im Bereich Automotive bringt da noch harten Wind! Produkte werden nicht mehr nach Herstellkosten und Marge bezahlt, eher was der Kunde bereit ist zu zahlen oder auch Vergleich mit greenfield, best cost country ... oder wie auch immer. Eine Produktivität muss daher schon eher bahnbrechend sein ... Somit kann man relativ einfach Chancen und Risiken abwägen. Der BBS viel Erfolg trotzdem!


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