"Rosige Zukunft": Sixt will weitere Rekorde einfahren

19.06.2008 10:00 Uhr
Erich Sixt
© Foto: Jörg Koch/ddp

Deutschlands größter Autovermieter Sixt sieht sich nach den ersten fünf Monaten auf einem guten Kurs für ein weiteres Rekordjahr. Auch von den Aktionären erhielt Sixt auf der Hauptversammlung überwiegend Lob.

Deutschlands größter Autovermieter Sixt sieht sich nach den ersten fünf Monaten auf einem guten Kurs für ein weiteres Rekordjahr. Sixt sei erfreulich in das aktuelle Geschäftsjahr gestartet, sagte Konzernchef Erich Sixt am Donnerstag bei der Hauptversammlung in München. "Der allgemeine Trend stimmt mich sehr zuversichtlich." Von den Aktionären erhielt Sixt überwiegend Lob. Auch im Vergleich zu den Konkurrenten habe sich Sixt sehr gut behauptet. "Die Zukunft schaut rosig aus", sagte ein Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Im laufenden Jahr will Sixt operativen Umsatz und Gewinn auch durch Preiserhöhungen weiter steigern. "Sixt befindet sich auf dem besten Weg, 2008 weitere Rekordwerte zu erreichen", sagte Sixt und bestätigte damit die bisherige Prognose. Einen genaueren Ausblick gab er allerdings nicht. Im vergangenen Jahr hatte Sixt den Konzernumsatz um 8,7 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro gesteigert und den Gewinn von 74 Millionen Euro auf 93,6 Millionen Euro. Die Aktionäre werden daran mit einer Dividende von 1,18 Euro je Stammaktie beteiligt und erhalten damit 13 Cent mehr als im Vorjahr. Die Unterteilung der Aktien in Vorzugs- und Stammaktien sorgte bei den Aktionären aber erneut für Unmut. Vor allem ausländische Investoren könnten damit wenig anfangen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Dieses "duale System" sollte daher abgeschafft werden. Sixt, der selbst die Mehrzeit der Stammaktien hält, will aber trotz der seit Jahren andauernden Kritik an dem System festhalten, da Sixt damit besser vor unliebsamen Investoren geschützt sei. "Es wurde mehrfach angesprochen, was Heuschrecken anrichten können." Das weitere Wachstum will Sixt auch durch Übernahmen erreichen. Zwar habe Sixt bei der Internationalisierung in den vergangenen zehn Jahren Fortschritte gemacht. Die Marktanteile der Töchter in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Niederlande, Belgien, Österreich und der Schweiz bewegten sich aber zumeist noch zwischen 5 und 10 Prozent. "Es bestehen noch erhebliche Wachstumschancen." Gezielte Zukäufe von lokalen und regionalen Vermiet- und Leasingunternehmen seien denkbar. (dpa)

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