Der Automobilhersteller MG hat für den Kleinwagen MG3 einen Rückruf gestartet. Grund ist ein potenzieller Defekt an der Sitzfixierung: Bei einem Frontalzusammenstoß könnte sich der Vordersitz verschieben.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Maßnahme unter der Referenznummer 15830R. Weltweit sind von der Aktion über 100.000 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland etwas über 7.800.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: MG
- Modell: MG3, MG3 Hybrid+
- Produktionszeitraum: 30.01.2024 – 26.10.2025
- Rückrufgrund: Mögliche unzureichende Fixierung des Vordersitzes
- Risiko: Verschieben des Sitzes bei Frontalaufprall, erhöhtes Verletzungsrisiko
- Maßnahme: Überprüfung und Modifizierung des Sitzmechanismus
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: 117.425
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 7.817
- KBA-Referenznummer: 15830R
- Hersteller-Rückrufcode: RE004
- Status: Rückruf in Untersuchung / behördlich überwacht
Problem und Hintergrund
Nach Angaben des KBA besteht bei den betroffenen Fahrzeugen die Möglichkeit, dass sich der Vordersitz im Falle eines Frontalunfalls verschiebt. Dies kann die Schutzwirkung der Sitzposition und der Rückhaltesysteme beeinträchtigen. Bislang sind laut KBA keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit diesem Problem bekannt geworden.
Maßnahme
MG sieht vor, den Sitzmechanismus in den betroffenen Fahrzeugen zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren. Ziel ist es, die Stabilität und sichere Arretierung des Sitzes dauerhaft zu gewährleisten. Zur konkreten Dauer der Maßnahme liegen derzeit keine offiziellen Angaben vor. Erfahrungsgemäß dürfte es sich jedoch um einen vergleichsweise kurzen Werkstattaufenthalt handeln, da keine umfangreichen Bauteiltausche angekündigt sind.
Fahrzeughalter sollten sich direkt an den Hersteller oder eine Vertragswerkstatt wenden. Unter der Service-Hotline 0800 5777222 erhalten Betroffene weitere Informationen. Wichtig ist, den Hersteller-Rückrufcode RE004 bereitzuhalten.