Und wieder Takata-Airbag: BMW ruft 1er-, 3er- und X-Modelle zurück

19.05.2026 10:57 Uhr | Lesezeit: 3 min
BMW X1 2015
Nach Angaben des KBA kann ein Defekt im Gasgenerator des Fahrerairbags dazu führen, dass sich der Airbag bei einem Unfall nicht wie vorgesehen entfaltet.
© Foto: BMW

Die fehlerhaften Takata-Airbags sorgen bei BMW für den nächsten riesigen Rückruf. Über 370.000 Fahrzeuge allein in Deutschland aus dem Produktionszeitraum 2006 bis 2015 müssen zum Luftsack-Wechsel, weltweit sind es fast 1,5 Millionen.

BMW startet einen sicherheitsrelevanten Rückruf mehrerer Modellreihen aus den Baujahren 2006 bis 2015. Grund ist ein fehlerhafter Gasgenerator im Fahrerairbag des Zulieferers Takata.

Im Falle einer Airbagauslösung kann es zu einer unkontrollierten Entfaltung kommen, bei der sich Metallfragmente lösen und die Insassen verletzen könnten. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Rückrufaktion.

Der Rückruf betrifft zahlreiche BMW-Baureihen aus einem langen Produktionszeitraum. Dazu zählen unter anderem die internen Baumuster E81, E82, E83, E84, E87, E88, E90, E91, E92 und E93. Damit sind sowohl Kompakt- als auch Mittelklasse- und SUV-Modelle betroffen.

Eckdaten zum Rückruf

  • Hersteller: BMW
  • Modelle: 1er, 3er, M3, X1, X3
  • Produktionszeitraum: 02.01.2006 – 30.06.2015
  • Rückrufgrund: Fehlerhafter Takata-Gasgenerator im Fahrerairbag
  • Risiko: Unkontrollierte Airbagauslösung, Metallfragmente können Insassen verletzen
  • Maßnahme: Austausch des Fahrerairbags
  • Betroffene Fahrzeuge weltweit: 1.450.760
  • Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 374.891
  • KBA-Referenznummer: 15308R
  • Hersteller-Rückrufcode: 0032730300
  • Status: Rückruf behördlich überwacht

Maßnahme

Im Rahmen des Rückrufs wird der Fahrerairbag vollständig ersetzt. Die Maßnahme erfolgt kostenfrei in einer BMW-Vertragswerkstatt. Angaben zur genauen Dauer des Werkstattaufenthalts macht das KBA nicht. Erfahrungsgemäß dauert der Austausch eines Airbagmoduls jedoch weniger als eine Stunde.

Hinweis für Fahrzeughalter

BMW empfiehlt betroffenen Fahrzeughaltern, zeitnah Kontakt mit einer Vertragswerkstatt aufzunehmen. Für Rückfragen sollte der Hersteller-Rückrufcode 0032730300 bereitgehalten werden. Ob ein konkretes Fahrzeug betroffen ist, lässt sich auch über die Fahrgestellnummer klären.

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