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Studie: Autobauer dämmen Verluste in Europa ein

07.08.2013 13:37 Uhr
Wegen der Europa-Krise müssen viele Autobauer draufzahlen. Doch jetzt scheint die Trendwende gelungen.

Europas Automarkt sackte vergangenes Jahr auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren. Viele Hersteller ergriffen daraufhin harte Sparmaßnahmen. Diese zeigen einer Analyse zufolge nun Wirkung.

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Den weiter sinkenden Zulassungszahlen zum Trotz befinden sich die Autobauer in Europa laut einer Studie auf dem Weg der Besserung. Mit Ausnahme von Renault dämmten alle Marken mit roten Zahlen ihre Verluste pro Neuwagen im ersten Halbjahr ein, wie am Mittwoch aus einer Studie des Center Automotive Research (CAR) von der Uni Duisburg-Essen hervorgeht. Die Trendwende gelang den Verlierern trotz 6,6 Prozent Minus bei Europas Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr. Die Analyse vergleicht die um Sondereffekte bereinigten Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem reinen Autogeschäft – also etwa ohne die Beiträge der Finanztöchter – und setzt sie ins Verhältnis zum Fahrzeugabsatz.

Besonders stark verbessert haben sich demnach die Italiener von Fiat (noch 130 Euro Verlust pro Auto nach 384 Euro im Jahr 2012), die spanische VW-Tochter Seat (minus 164 Euro nach 364 Euro 2012) und Opel/Vauxhall (minus 414 Euro pro Auto nach 834 Euro 2012). Aber auch Ford senkte die Einbußen im Europageschäft (minus 843 Euro statt 967 Euro) und der nach Volkswagen größte europäische Autokonzern Peugeot-Citroën (PSA) verbesserte sich (minus 349 Euro nach 510 Euro). Renault dagegen rutschte weiter ab: 457 Euro Fehlbetrag liefen pro Neuwagen im ersten Halbjahr auf, 2012 waren es mit 241 Euro weniger gewesen.

CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer sieht in der Auswertung ein Indiz dafür, dass die Sparbemühungen der kriselnden Konzerne erste Früchte tragen. So schlossen Ford, GM und PSA zuletzt sogar Werke – das mache sich nun bemerkbar. "Die eingeleiteten Maßnahmen der Autobauer in Europa lassen erwarten, dass sich diese Verbesserungen auch in der zweiten Jahreshälfte und im Jahr 2014 fortsetzen", schreibt der Professor.

Massenhersteller: Toyota verdient am besten

Auf der Gewinnerseite glänzt bei den Massenherstellern Toyota. Die Japaner machten im ersten Halbjahr Jahr 2013 mit dem Pkw-Kerngeschäft 1.801 Euro Ebit-Gewinn. Dahinter rangiert Hyundai-Kia mit 1.027 Euro Betriebsgewinn pro Fahrzeug (Hyundai) und 911 Euro (Kia). Dudenhöffer: "Hyundai-Kia ist klar ein Unternehmen, das um die Weltmarktführerschaft kämpft." Daran ändere auch der noch klar hinter dem Führungstrio Toyota, GM und VW liegende Absatz nichts.

Es folgen Nissan (861 Euro), Honda (785 Euro), Chrysler (768 Euro), Ford (717 Euro, globales Geschäft), Skoda (671 Euro), die VW Pkw (629 Euro) und GM (604 Euro). Bei den Premium-Marken führt aufs Neue Porsche (16.590 Euro pro Auto) vor Ferrari-Maserati (15.000 Euro). Dahinter kommt das deutsche Trio Audi (3.821 Euro), BMW (3.495 Euro) und Mercedes/Smart (2012 Euro). (dpa)

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