Studie: Automanager geben sich krisenfest

24.03.2009 10:43 Uhr
Die Automanager gehen positiv gestimmt in die nahe Zukunft.
© Foto: Cumulus Datenbank

Trotz weltweiter Wirtschaftskrise blicken vor allem die Führungskräfte der Hersteller und Zulieferer zuversichtlich in die nahe Zukunft. Sie sind auch mit ihrer Arbeitsplatzsituation am zufriedensten. Die gefragtesten Mitarbeiter sind derzeit Verkäufer und Ingenieure.

Trotz der weltweiten Talfahrt auf den Automärkten ist die Stimmungslage der Führungskräfte in der Automobilbranche stabil bis optimistisch. Das ist ein Kernergebnis der aktuellen Studie "Automotive Perspektive 2009" der Unternehmensberatung Graf Lambsdorff & Compagnie. Insbesondere die Hersteller und Zulieferer würden zuversichtlich in die nahe Zukunft blicken, während der Handel "durchwachsen" auf die Krise reagiere, erklärt Klaus Fricke, Partner von Graf Lambsdorff & Compagnie. Aus Sicht der Auto-Manager trifft die strukturelle Branchenkrise die vorwiegend mittelständischen Zulieferer am härtesten, gefolgt von den Fahrzeughändlern. In diesen Geschäftsfeldern werden auch zunehmend Arbeitsplatzabbau und Insolvenzen erwartet. Die Konsolidierung bei Zulieferern und markengebundenen Autohändlern schreite weiter voran, hieß es. Nach deren Abschluss werde die relative Marktmacht der Autohersteller gegenüber den verbleibenden Partnern schwinden. "Kooperationen und Fusionen werden ein Dauerthema für Automobilhersteller und Lieferanten bleiben", so Fricke. Die Branchenmanager sehen ihr Unternehmen als durchaus empfehlenswerte Arbeitgeberadresse, lautet ein weiteres Ergebnis der Befragung. Dies treffe vor allem auf die Führungskräfte der Hersteller und insbesondere der Zulieferer zu. Handelsmanager würden sich diesbezüglich deutlich zurückhaltender äußern, hieß es. Erstaunlich: Die allgemeine Wechselbereitschaft von Mitarbeitern der Autobranche ist den Angaben zufolge trotz der Krisensituation verhältnismäßig hoch. Die im Vergleich höchste Wechselbereitschaft bescheinigt die Studie den Mitarbeitern aus dem Handel. Verkäufer und Ingenieure als Problemlöser Als ein Grund für die hohe Identifikation mit den Unternehmen gilt die Innovationsfreudigkeit der Arbeitgeber. Auch hier geben die Manager der Zulieferindustrie ihren Betrieben die besten Noten. Dagegen sehen die Entscheider des Handels noch den größten Spielraum für Verbesserungen. Zur weiteren Motivation der Mitarbeiter favorisieren die Führungskräfte eine klare Ausrichtung der Unternehmensleitungen durch Information und Kommunikation sowie die Wahrnehmung der Vorbildfunktion der Geschäftsführung im Sinne der Unternehmenswerte. Die gefragtesten Mitarbeiter in der Automobilbranche sind derzeit Ingenieure und Verkäufer. Auf ihnen ruhen auch die größten Hoffnungen als Problemlöser.

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.