Laut einer von dem Unternehmen durchgeführten Umfrage unter knapp 1.500 Fahrern der drei deutschen Premiummarken macht über die Hälfte den Kauf eines Neuwagens von Zugeständnissen des Händlers beim Preis abhängig. Ein knappes Drittel gab an, zwar auf jeden Fall ein Auto zu kaufen, aber zumindest den Versuch zu unternehmen, den Preis zu drücken. Vor allem BMW-Käufer hätten sich "verhandlungsbereit" gezeigt, heißt es in einer Auswertung von Tema-Q. Laut Marktforscher wurde nicht einmal jeder zehnte deutsche Premium-Pkw zum Listenpreis verkauft. Die Rabatte wurden allerdings nicht immer zielgenau vergeben: In knapp 30 Prozent der Fälle, in denen Vergünstigungen gewährt wurden, wäre dies nicht nötig, denn die Kaufentscheidung wurde hierdurch nicht beeinflusst. Umgekehrt hätten drei Viertel derjenigen, die keine Vergünstigungen bekamen, eine Anfälligkeit für attraktive Angebote anderer Händler bekundet. In der Regel wurden Rabatte in Form von Preisnachlässen auf Kaufpreis bzw. Leasingkosten gewährt. 22 Prozent gaben an, Sonderausstattung kostenlos oder vergünstigt bekommen zu haben. Andere Incentive-Formen wie erhöhte Inzahlungnahme, Service- und Garantie-Pakete rangierten in der Umfrage unter "ferner liefen" (s. Downloadbox rechts). Die Rabatte bewegten sich in der Größenordnung von fünf bis zehn Prozent. Damit habe das Niveau im Premium-Segment deutlich unter dem Mittelwert für den gesamten deutschen Pkw-Markt gelegen. Laut der aktuellsten AUTOHAUS-Befragung pulsSchlag, die jeden Monat u.a. das durchschnittliche Rabattniveau der Markenhändler erfragt, trifft dies aber nur für die Fabrikate Audi und Mercedes zu. BMW-Händler gewährten im Schnitt im vergangenen Februar elf Prozent Rabatt; der Mittelwert aller Kfz-Betriebe lag bei 10,5 Prozent. (Niko Ganzer)
Thema: Das Premium-Schnäppchen
Laut einer Umfrage sind auch die deutschen Edelmarken längst nicht mehr vor feilschenden Kunden sicher