Toyota eilt weiter von Rekord zu Rekord. Wie der zweitgrößte Autobauer der Welt am Dienstag bekannt gab, erhöhte sich der Nettoertrag in der ersten Hälfte des bis 31. März 2007 laufenden Geschäftsjahres dank der starken Nachfrage nach Sprit sparenden Autos in den USA und Europa sowie des schwächeren Yen um 36,2 Prozent auf 777,2 Mrd. Yen (5,2 Mrd. Euro). Der operative Gewinn stieg um 35,1 Prozent auf 1,09 Bill. Yen und damit erstmals über die Marke von einer Bill. Yen. Der expandierende Konzern hob seine Prognose für das Gesamtjahr an und rechnet nun mit einem Nettoertrag von 1,5 Bill. Yen (vorherige Schätzung: 1,3 Bill. Yen) bei einem Umsatz von 23,2 (22,3) Bill. Yen. Der operative Gewinn wird auf 2,2 Bill. Yen geschätzt, nachdem man im Mai noch von 1,9 Bill. Yen ausgegangen war. Damit wäre Toyota das erste Unternehmen in Japan mit einem operativen Gruppenertrag über der Zwei-Billionen-Schwelle. Im Vorjahr hatte Toyota netto 1,3 Bill. Yen verdient bei einem operativen Ertrag von 1,8 Bill. Yen und 21 Bill. Yen Umsatz. Während die beiden Konkurrenten General Motors und Ford auf ihrem nordamerikanischen Heimatmarkt Marktanteile verlieren, setzte Toyota im ersten Halbjahr dort rund 1,5 Mio. Autos ab und damit 219.000 mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dazu trug die steigende Nachfrage nach sparsamen Modellen wie Camry oder Prius bei. Um diesen Erfolg zu sichern, will Toyota einem Medienbericht zufolge ab 2008 eine Palette von Biosprit-Modellen in Nordamerika einführen. Die neue Technologie, das mit herkömmlichen Benzin und bis zu 85 Prozent Ethanol betrieben werden kann, solle zunächst im Kleinlaster Tundra zum Einsatz kommen, berichtete die japanische Zeitung "Nihon Keizai Shimbun". In Europa verkaufte Toyota 589.240 Autos – ein Zuwachs von 18,3 Prozent. In Asien (ohne Japan) dagegen sank der Absatz wegen schwacher Nachfrage in Indonesien und Taiwan um 14,8 Prozent auf knapp 381.800 Einheiten. Auf dem eigenen Heimatmarkt brachte der Branchenprimus mit rund 1,1 Mio. Autos 1,2 Prozent weniger an den Kunden. Einstieg bei Isuzu Unterdessen haben Toyota und der japanische Nutzfahrzeugbauer Isuzu eine Grundsatzvereinbarung über eine Kapital- und Geschäftsallianz getroffen. Wie beide Unternehmen am Dienstag bekannt gaben, will Toyota insgesamt 100 Mio. Isuzu-Aktien von der Mitsubishi Corp. und Itochu Corp. erwerben und damit 5,9 Prozent an Isuzu übernehmen. Beide Unternehmen wollen bei der Entwicklung von kleinen Dieselmotoren und Systemen zur Emissionskontrolle kooperieren. (dpa/rp)
Toyota weiter im Rekordrausch
Nettoertrag steigt im ersten Geschäftshalbjahr um über 36 Prozent / Jahresprognose angehoben / Technologie-Allianz mit Isuzu