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Twingo-Leasing: Renault König kooperiert mit Amazon

König-Angebot auf Amazon: In den vergangenen Jahren hat der US-Versandhändler eine Branche nach der anderen aufgemischt. Ist jetzt das Autogeschäft an der Reihe?
© Foto: Screenshot

Hersteller wie Opel, Fiat oder Hyundai haben Amazon bereits für Vertriebsaktionen genutzt. Jetzt greift auch ein großer Berliner Autohändler auf dem Online-Marktplatz an.

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Das Berliner Autohaus König geht neue Wege im Online-Business. Nach mehreren Herstellern nutzt jetzt auch Deutschlands größter Renault-Händler Amazon als Vertriebsplattform für eine aktuelle Leasingaktion. Seit 21. Juni 2017 können Interessenten können einen Twingo über den Online-Versandhändler reservieren und anschließend in einer teilnehmenden König-Filiale leasen. Das geht aus der entsprechenden Angebotsseite im Internet hervor. Bei der Vertriebskooperation handelt sich also um ein klassisches Vermittlungsgeschäft.

König bietet den französische Kleinstwagen bei Amazon in drei Ausführungen an: als Twingo Life für 50 Euro monatlich, als Twingo Limited mit Faltdach ab 69 Euro und als Twingo Limited Automatik ab 88 Euro. Insgesamt sind 15 verschiedene Varianten möglich, sie sind in begrenzter Anzahl verfügbar. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgt in insgesamt sieben König-Autohäusern in Berlin, Brandenburg und Thüringen.

Laut den Geschäftsbedingungen wird für die Reservierung des Fahrzeugs über Amazon eine Gebühr von 149 Euro fällig. Bei der Auslieferung wird diese mit den Überführungskosten in Höhe von 799 Euro verrechnet. Die Reservierung beinhaltet eine Bahnfahrt 2. Klasse, um den Twingo abholen zu können. Alternativ gibt es eine Hotelübernachtung im Wert von höchstens 100 Euro, wenn das Altfahrzeug in Zahlung genommen wird. Hierfür gelten zwei Bedingungen: Der Wagen muss fahrtüchtig und nicht älter als acht Jahre sein. Auf Wunsch können sich die Privatkunden den Twingo auch bis nach Hause liefern lassen. Die Kosten reichen von 400 bis 900 Euro – je nach Transportart und Entfernung.

Autoverkauf per Klick gewinnt an Dynamik

Mit Renault König steigt erstmals ein europäischer Autohändler in die Fahrzeugvermarktung über Amazon ein. Der Vertriebskanal hatte zuletzt deutlich Tempo aufgenommen: Im März sorgte Opel mit einer exklusiven Leasing-Offerte für den Lifestyle-Flitzer Adam für branchenweites Aufsehen (wir berichteten). Im Ausland taten sich bereits mehrere Autokonzerne mit dem US-Internetriesen zusammen, unter anderem Fiat und Hyundai.

Bislang hatten die Auto-Kooperationen den Charakter von Testballons. Doch das dürfte sich bald ändern: Amazon hat den Markt für sich entdeckt. Vor kurzem war bekannt geworden, dass der deutsche Manager Christoph Möller das Thema Neuwagen-Verkauf in Europa vorantreiben soll. Als neuer "Head of Automotive OEM" soll der Branchenexperte die Zusammenarbeit mit der Autoindustrie aufbauen.

Das Autohaus Gotthard König wurde 1966 gegründet. Neben den Stammmarken Renault/Dacia ist das Unternehmen seit Anfang 2016 auch Partner des FCA-Konzerns (wir berichteten). In der Kfz-Branche sind die Berliner vor allem für ihr preisaggressives Marketing bekannt. Im vergangenen Jahr bewarben sie etwa den Twingo als "Deutschlands billigsten Neuwagen", das Thema wurde unter anderem von der "Bild"-Zeitung aufgegriffen. Auch im Fernsehen trat König groß in Erscheinung: Auf den Privatsendern "ProSieben" und "Sixx" wurden Spots mit Walter Freiwald ausgestrahlt. Der TV-Moderator, bekannt aus der "Preis ist heiß" und "Ich bin ein Star – holt mich hier raus", ist seitdem das Werbegesicht des Autohauses. (rp)

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KOMMENTARE


Bob der Meister

06.07.2017 - 10:08 Uhr

Zur Freude von Renault und zum Leidwesen der anderen Renault-Händler. Eigentlich braucht Renault nur noch einen Händler in Deutschland die anderen brauchen nur noch den Service machen.


UE

06.07.2017 - 10:57 Uhr

...naja sooo schwarz würde ich nicht sehen. Es kann doch nicht so schwer sein, sich von einem "Verteiler" und "Schleuderer" durch Service und gute Beratung abzuheben...?!?


Verkäufer

06.07.2017 - 12:07 Uhr

Nicht nur Renault, alle anderen Hersteller brauchen über kurz oder lang nur noch schlecht bezahlte De..., die vor Ort die Bürokratie und Abwicklung mit den Kunden erledigen, sowie sich mit Reklamationen und Garantie befassen.So kommt der Profit auch an der richtigen Stelle an.


Gerhard Rößler

06.07.2017 - 18:48 Uhr

Aber Achtung , das Modell mit 69 PS hat schlechtere Abgaswerte! Denke mit diesem Motor werden die Twingo 's nicht mehr für Deutschland gebaut.


Ein Verkaufsleiter

07.07.2017 - 01:10 Uhr

Naja, digitale Zukunft, online Verkauf usw......, gehört langsam auch im PKW Verkauf dazu. Wohin das führt, lass ich hier mal offen! Fakt ist, die preisdrückerei wird enorm gefördert und wenn du das Geschäft nicht machst, machts ein Anderer. Die Hersteller sollten wieder mal auf Ihre Händler schauen, denn diesen haben Sie Ihren Absatz und Gewinne zu verdanken!!!! Ach ja, zurück zu den online Geschäften, leider leben viele in dieser Geiz ist G...... Gesellschaft. Und diese fördert nicht nur der Werbespruch Erfinder!!!! Bin gespannt wie lange das der Handel und viele Händler noch aushalten!!!!???


Fehling

07.07.2017 - 12:45 Uhr

Das Internet entscheidet. Mittlerweile kommen nur noch 1,4 Kunden pro Tag in den Showroom. Viele Kaufinteressenten schauen im Internet unter den bekannten Anbietern und können Vergleiche ziehen.Meist wird nochmals versucht nach zu verhandeln.Die Händler können auf Grund Ihrer geringen Marge mit den ganz Großen nicht mithalten. Und nicht ganz zu vergessen: 1+1 mit Peugeot (Vertrieb über SIXT)Die Autovermieter bekommen ganz andere Konditionen.Wann werden endlich mal die Händler wach?Die Händler verdienen das Geld für die Automobilhersteller.Der Händler geht das größte Risiko ein und nicht der Hersteller.Das Jammern in der Händlerschaft geht weiter.


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