Das Verhältnis zwischen der Fiat Automobil AG und dem Verband der Fiat- und Lancia-Händler Deutschlands trübt sich ein. "Offenbar stehen wir vor einer erneuten Eiszeit", konstatiert Verbandspräsident Friedrich-Karl Bonten in einem Schreiben an die Händler, das AUTOHAUS Online vorliegt. Grund für die negative Einschätzung ist die Marke Lancia. Fiat wünsche die Unterzeichnung einer neuen Zusatzvereinbarung zur Aufhebung einer einige Monate alten Zusatzvereinbarung für die Modelle Lancia Thesis und Phedra. Der Handel würde sich mit dieser Aufhebungsvereinbarung wirtschaftlich schlechter stellen, so Bonten. Eine Unterzeichnung derselben sei deshalb nicht zu empfehlen. Zudem rät der Verband davon ab, einen Lancia-Händlervertrag als angeschlossener Vertragshändler zu unterschreiben. "Die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Faktoren und Entgelte, die sich nach unten wesentlich von den Margen bei Fiat-Pkw unterscheiden, sind wirtschaftlich nicht mehr vertretbar", wettert die Händlervertretung. Die Fiat Automobil AG sei in beiden Lancia-Streitpunkten nicht auf die Vorschläge der Händler eingegangen. (pg)
Ungemach bei Fiat Deutschland
Händlerverband sieht schwer wiegende Probleme bei Lancia und befürchtet "eine neue Eiszeit"