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Unsicherheit um US-Zölle: Daimler Truck kappt Ausblick

14.05.2025 11:39 Uhr | Lesezeit: 2 min
Daimler-Truck Autonomes Fahren
Auf dem nordamerikanischen Markt dürfte Daimler Truck dieses Jahr nur noch 155.000 bis 175.000 Lkw verkaufen, bisher hatte das Management mit 180.000 bis 200.000 Stück gerechnet.
© Foto: Daimler Trucks

US-Zölle, Auftragsminus - und unerwartetes Lob: Daimler Truck überzeugt mit seinem Jahresauftakt. Dennoch müssen die Schwaben ihre Erwartungen für 2025 zurückschrauben.

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Die maue Wirtschaftslage und die Zölle von US-Präsident Donald Trump machen dem Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck zu schaffen. Wegen der Unsicherheit auf ihrem profitabelsten Markt Nordamerika mussten die Schwaben auch ihren Jahresausblick senken. Aber: Mit den Zahlen für das erste Quartal übertraf das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen die Erwartungen von Fachleuten.

In den ersten drei Monaten gab der Umsatz im Fahrzeuggeschäft im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro nach, das bereinigte operative Ergebnis um 4 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro. Unter dem Strich - also nach Steuern - blieben davon 770 Millionen Euro übrig. 

Schlechter lief es vor allem in Europa, wo Konzernchefin Karin Radström der Marke Mercedes-Benz bereits ein milliardenschweres Sparprogramm verordnet hat. Diesem werden auch hierzulande eine noch unbekannte Zahl von Jobs zum Opfer fallen. Finanzchefin Eva Scherer teilte mit: "Unsere Performance im ersten Quartal spiegelt unsere verbesserte Widerstandsfähigkeit wider und unterstreicht das Engagement unseres globalen Teams."

Trump-Effekt: Daimler Truck senkt Prognose

Die steigende wirtschaftliche Unsicherheit geht aber auch Daimler Truck nicht spurlos vorbei: Radström geht auf dem wichtigen Markt Nordamerika nun von weniger Lkw-Verkäufen aus - und damit auch insgesamt von weniger Umsatz und Gewinn. Im Industriegeschäft ohne Finanzdienstleistungen werden 2025 nur noch 48 bis 51 Milliarden Euro Umsatz angepeilt. Bisher standen 52 bis 54 Milliarden in den Planungen.

Seit dem Zollgewitter von Trump sind die Speditionen in den USA unsicher, wie es mit dem Geschäft weiterläuft und wie viele Waren sie etwa aus den Häfen des Landes künftig noch im Land verteilen werden. Die Daimler-Truck-Kunden überlegen daher länger, ob sie aktuell neue Fahrzeuge bestellen. Die starke Position in den USA mit den Hauptmarken Freightliner und Western Star ließ das Unternehmen zum Weltmarktführer im Schwerlastverkehr werden. Hier verdienen die Schwaben den Großteil ihres Geldes. 

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Deutliches Auftragsminus in Nordamerika

Bereits in den ersten drei Monaten fiel der Auftragseingang in Nordamerika um 29 Prozent auf 31.740 Fahrzeuge. In anderen Segmenten - vor allem in Europa sowie in Asien - wuchsen die Orders. Insgesamt fiel das Auftragsminus mit drei Prozent auf 103.151 Fahrzeuge damit geringer aus. Auf dem nordamerikanischen Markt dürfte Daimler Truck dieses Jahr nur noch 155.000 bis 175.000 Lkw verkaufen, bisher hatte das Management mit 180.000 bis 200.000 Stück gerechnet. Im Konzern geht der Vorstand jetzt von einem Absatz von 430.000 bis 460.000 Fahrzeugen aus.

"Angesichts der steigenden wirtschaftlichen Unsicherheit und des daraus resultierenden Drucks auf die Nachfrage in den USA haben wir unsere Absatzerwartung für das Gesamtjahr reduziert, während wir unseren Renditeausblick unverändert belassen", teilte Finanzchefin Scherer mit. Die Verkaufspreise und die laufenden Kosten sind also nicht das Problem.  

Im Industriegeschäft sollen 2025 weiter von 100 Euro Umsatz 8 bis 10 Euro als operativer Gewinn vor Sonderposten (Ebit) übrigbleiben. Wegen der geringeren Verkäufe und Probleme im nordamerikanischen Finanzierungsgeschäft erwartet das Unternehmen das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf Konzernebene aber nun nur noch in einer Bandbreite von minus bis plus 5 Prozent um das Vorjahresergebnis von 4,7 Milliarden Euro.


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