Im Streit um die Mitbestimmung beim VW-Großaktionär Porsche hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) die Position des VW-Betriebsrates gestützt. Er sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe): "Falls Porsche irgendwann 51 Prozent oder mehr an VW übernimmt, will der Betriebsrat sicherstellen, dass die Rechte der Arbeitnehmervertretung in den Gremien nicht geschmälert werden. Das kann ich gut verstehen." Wulff sitzt im VW-Aufsichtsrat. Der Betriebsrat von Volkswagen hatte eine Klage gegen Porsche beim Arbeitsgericht Stuttgart eingereicht, da die Mitbestimmungsvereinbarung bei der neuen Porsche-Holding zu Lasten der VW-Beschäftigten gehen soll (wir berichteten). Der erste Anhörungstermin ist für 24. Oktober angesetzt. (dpa/rp)
VW-Mitbestimmung: Wulff springt Betriebsrat zur Seite
Ministerpräsident kann Position der Arbeitnehmervertreter "gut verstehen" / Streit mit Porsche kommt im Oktober vor Gericht