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Kommentare () Kommentare (0) 06.05.2019

AUTOHAUS-Roundtable

Wie es mit der HU weitergeht

AUTOHAUS-Roundtable
Wie es mit der HU weitergeht
FSD-Treffen HU
Großer AUTOHAUS-Roundtable mit Prüfexperten in Dresden*
© Foto: Armin Wutzer

Der Trend zu immer mehr Fahrassistenzsystemen und vernetzten Funktionen stellt die Fahrzeugüberwacher vor etliche Herausforderungen. Welche das sind, haben sie mit AUTOHAUS in großer Runde diskutiert.

Hochrangige Vertreter aller großen Prüforganisationen haben sich am vergangenen Freitag in Dresden zum Roundtable-Gespräch mit AUTOHAUS getroffen, um über aktuelle Themen und Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Gastgeber war die FSD Fahrzeugsystemdaten GmbH, die von GTÜ, KÜS, Dekra und den TÜV gemeinsam getragen wird und in deren Auftrag neue Prüftechnologien entwickelt werden. Hauptthemen der Diskussionsrunde waren: die Weiterentwicklung der Hauptuntersuchung und der Zugang zu Fahrzeugdaten.

Bei ersterem sahen sich die Beteiligten mit dem HU-Adapter bereits gut aufgestellt. Dieser verfüge bereits heute über die notwendige Technik, um neue Systeme wie den eCall oder den Notbremsassistenten in die Hauptuntersuchung zu integrieren. Doch das sei nur der Anfang. Weitere Funktionen seien schon in Entwicklung, etwa ein Test von Car-to-Car- und Car-to-Infrastructure-Kommunikation vernetzter Fahrzeuge.

Dass die HU durch Eigendiagnose-Systeme der Hersteller überflüssig werden könnte, glaubte keiner der Beteiligten. Denn die Eigendiagnose sei nur so gut, wie sie der Hersteller designt habe. Zudem könne sie vorab nicht berücksichtigen, welche Mängel erst in vier, fünf oder sechs Jahren nach der Markteinführung auftreten.

Dringenden Handlungsbedarf sah die Runde beim Thema Fahrzeugdaten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass Prüforganisationen einen vollumfänglichen, diskriminierungsfreien und unentgeltlichen Zugriff auf die Fahrzeugdaten benötigen, um ihre hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen zu können. Hier sei vor allem der Gesetzgeber gefordert, der gegebenenfalls einen gesetzlichen Rahmen schaffen müsse, falls es nicht gelinge, mit den Herstellern eine einvernehmliche Lösung zu finden. (aw)

Mehr zu diesen und weiteren Themen der Veranstaltung lesen Sie in der AUTOHAUS-Ausgabe Nummer 11, die am 03. Juni 2019 erscheint.


*Die Symposiums-Teilnehmer: FSD Geschäftsführer Philipp Schuricht, Hartmut Abeln, Vorsitzender der Geschäftsführung von TÜV NORD Mobilität, Matthias Schubert, Executive Vice President Mobilität bei TÜV Rheinland, Dekra Vorstandsmitglied Clemens Klinke, Volker Höhnisch, Vorstandsvorsitzender von TÜV Thüringen, Richard Goebelt, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeug und Mobilität beim VdTÜV, FSD Geschäftsführer Jürgen Bönninger, Jann Fehlauer, Geschäftsführer der Dekra Automobil GmbH, Patrick Fruth, Leiter der Division Mobility bei TÜV Süd, Ralf Strunk, Geschäftsführer der TÜV Rheinland Kraftfahrt GmbH, GTÜ Geschäftsführer Robert Köstler, Jürgen Wolz, COO bei der TÜV SÜD Auto Service GmbH, KÜS Geschäftsführer Peter Schuler, Alexander Peter, Geschäftsfeldleiter Fahrzeuguntersuchungen Deutschland bei TÜV Rheinland, Stefan Schuler, Assistent der KÜS-Geschäftsführung und AUTOHAUS Chefredakteur Ralph M. Meunzel (v.l.n.r.)

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