Europas größter Autobauer Volkswagen will gestärkt aus der weltweiten Branchenkrise hervorgehen und künftig mit umweltfreundlicheren Autos punkten. Die aktuelle Situation sei auch für VW eine schwere Belastungsprobe, sagte Volkswagen-Chef Martin Winterkorn zum Auftakt des Genfer Automobilsalons am Montagabend. Der Auto-Manager räumte ein, die Kunden seien verstärkt an umweltfreundlichen Technologien interessiert. "Der Wunsch nach umweltfreundlicher Mobilität ist keine Mode-Erscheinung." Ganz oben auf der VW-Agenda stehe die weitere Optimierung des Verbrennungsmotors. In Genf stellt Volkswagen unter anderem den neuen Polo vor. In der verbrauchsoptimierten Version "Bluemotion" soll der Kleinwagen weniger als vier Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer verbrauchen. Beim Elektroauto warnte Winterkorn dagegen vor überzogenen Erwartungen. "Der Weg bis zum alltagstauglichen, bezahlbaren und vor allem sicheren 'Elektroauto für Alle' ist noch sehr weit." Bis zur Marktreife bestünde insbesondere bei der Batterietechnologie noch Entwicklungsbedarf. Volkswagen arbeitet beim Stromspeicher mit Partnern wie Toshiba und Sanyo zusammen. In neue Modelle und Umwelttechnologien investiere VW acht Milliarden Euro pro Jahr, sagte Winterkorn. (dpa)
Autosalon Genf: VW will mit umweltfreundlicheren Autos punkten
Europas größter Autobauer investiert laut Konzernchef Winterkorn acht Milliarden Euro pro Jahr in Umwelttechnologien. Im Zentrum steht vor allem die Optimierung des Verbrennungsmotors.