Bentley-Chef Franz-Josef Paefgen sieht die britische Luxus-Automarke in einem Marktsegment mit geringer Konkurrenz. Die preisliche Positionierung der meistverkauften Baureihe Continental über den deutschen Premium-Limousinen wie der Mercedes S-Klasse aber unter dem Rolls Royce oder Maybach hätten zu dem Erfolg der zum VW-Konzern gehörenden Traditionsmarke beigetragen, sagte Ex-Audi-Chef Paefgen in Stuttgart vor Journalisten. Bentley hat 2005 rund 8.500 Fahrzeuge der Baureihen Continental und Arnage verkauft und ist damit einer der erfolgreichsten Produzenten von Luxus-Automobilen. 2006 sollen nicht wesentlich mehr Fahrzeuge von den Bändern laufen. Paefgen spricht von einer maximalen Kapazität von 9.000 bis 9.500 Fahrzeugen, die Bentley in dem britschen Werk in Crewe bauen könnte. Mehr würden dem Charakter der 1919 gegründeten Marke schaden. Die Continental-Modellreihe beginnt preislich bei 173.000 Euro, der Arnage bei 253.000 Euro. Bentley, früher Teil von Rolls Royce, wurde 1998 von Volkswagen übernommen. Heute arbeiten dort 3.800 Mitarbeiter. "Wir haben 2005 sehr ordentlich verdient und werden 2006 noch ordentlicher verdienen", sagte Paefgen, ohne Einzelheiten zu nennen. Er hob hervor, dass heute angesichts der hohen Entwicklungskosten und der strengen gesetzlichen Auflage "kein exklusiver Hersteller ohne einen großen Autokonzern im Rücken" leben könne. Vor allem elektronische Komponenten könne man besser aus dem Konzernbaukasten nehmen als selber zu entwickeln. (dpa)
Bentley-Chef Paefgen fürchtet keine Konkurrenz
Preisliche Positionierung mache Continental-Baureihe unangreifbar