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BMW: Ohne Brexit-Vertrag werden Autos teurer

Ein No-Deal-Brexit würde zu einer Verteuerung von BMW-Autos in Großbritannien führen.
© Foto: satori/stock.adobe.com

Die Zölle würden sich im Falle eines No-Deal-Brexits stark erhöhen. Als Ausgleich müsste BMW die Preise für Autos in Großbritannien und in der EU anpassen, sprich anheben. Die Pläne dafür liegen schon in der Schublade.


Datum:
16.12.2020
1 Kommentare

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Ein No-Deal-Brexit würde BMW nach eigenen Angaben durch Zölle eine halbe Milliarde Euro kosten. Um das teilweise auszugleichen, würde der Autobauer die Preise für Minis in der EU und für BMW-Autos in Großbritannien rasch erhöhen, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter am Mittwoch in München.

Das dürfte zwar die Verkaufszahlen belasten, aber "wir würden die Preise anpassen. Die Pläne liegen in der Schublade", sagte Peter. Ohne einen Handelsvertrag der EU mit den Briten würden ab 1. Januar zehn Prozent Zoll fällig auf Minis aus Oxford, die in der EU verkauft werden, und auf BMW aus Deutschland, die auf der Insel verkauft werden. "Das würde uns einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag kosten."

Die Logistik dagegen sei kein Problem, selbst wenn die Entscheidung erst kurz vor Silvester falle: Die Mini-Produktion in England werde im Januar ohne Pause weiterlaufen. "Es wird vielleicht die ersten Wochen ruckeln", aber "die Logistikströme werden sich relativ schnell stabilisieren." Langfristig sei die Marke Mini "flexibel aufgestellt", sagte der BMW-Finanzchef mit Blick auf die Produktion des Mini-Countryman ab 2023 in Leipzig und die entstehende Elektro-Mini-Fabrik in China.

Erneuter Lockdown im Auftragseingang spürbar

Den erneuten Corona-Lockdown in Europa und den USA "spüren wir im Auftragseingang. Aber nicht in der gleichen Größenordnung wie im Frühjahr", sagte Peter. In China, wo die Verkaufszahlen zweistellig wachsen, sehe BMW "kein Abflachen der Nachfrage". 2021 erwarte er in ganz Asien eine weiterhin starke Entwicklung und in Europa und den USA nach den Einbrüchen im laufenden Jahr starke Wachstumsraten.

Mit dem US-Fahrdienstleister Uber liefen keine Gespräche über einen Verkauf des Taxidienstes FreeNow oder einen Einstieg, sagte Peter. BMW und Daimler seien bei ihren gemeinsamen Mobilitätsdiensten offen für Partnerschaften, aber es sei nichts Größeres in Planung: "Wir sind ganz zufrieden mit der operativen Entwicklung der Your-Now-Familie" und "konzentrieren uns auf die operative Entwicklung des Geschäfts". In einigen europäischen Städten könne man mit Carsharing Geld verdienen. (dpa)

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KOMMENTARE


Klaus Jansen

18.12.2020 - 17:00 Uhr

Die Mini Baureihe läuft doch gut und das Brexit Thema ist lange bekannt. Warum hat man nicht die Produktion in den Niederlanden noch weiter ausgebaut oder bei uns eine weitere Kapazität geschaffen? Dann hätte sich zumindest das Zollproblem für den Mini erübrigt. Sicher ist der britische Markt für BMW stückzahlmäßig nicht unbedeutend, aber wenn man sich für den Brexit entschieden hat, dann sind die "British Motor Works" dort dann halt teurer :-O


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