"Desaströse Kommunikation": VW-Belegschaft kritisiert Vorstand massiv

24.08.2026 12:53 Uhr | Lesezeit: 3 min
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VW-Boss Oliver Blume steht in der Kritik.
©Foto: Johannes Neudecker/dpa

Volkswagen steckt in der Krise. In einer internen Umfrage übt die VW-Belegschaft Kritik und äußert Sorgen. Bei den anstehenden Betriebsversammlungen könnte der Vorstand erste Antworten liefern.

Die Volkswagen-Belegschaft geht laut einer internen Umfrage hart mit der Außendarstellung des Unternehmens durch den Vorstand ins Gericht. Wegen der "desaströsen Kommunikation nach außen durch den Vorstand" seien die Mitarbeiter und deren Familien "verunsichert und verängstigt", heißt es in einem Intranet-Artikel, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

In der vom Betriebsrat initiierten Online-Erhebung zur Stimmungslage habe die Belegschaft in der vergangenen Woche (17. bis 21. August) im Intranet des Unternehmens die Möglichkeit gehabt, Kritik und Erwartungen an Konzernchef Oliver Blume und den übrigen Vorstand zu formulieren. Zu dem Aufruf habe die Möglichkeit gehört, per Like Zustimmung für die jeweiligen Vorschläge zu signalisieren.

Mehr als 100 Fragen hätten am Ende zur Auswahl gestanden. Zusammengefasst thematisierten die Top fünf Fragen demnach folgende Aspekte:

  1. Kritik an der Kommunikation des Konzernvorstandes
  2. Angst der Belegschaft um ihre Arbeitsplätze
  3. Die Zukunft sozialverträglicher Abbauhebel sowie von Altersteilzeit und Aufhebungsverträgen
  4. Die Perspektiven für die Werke Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und Zwickau
  5. Die Strategie für Kundenvertrauen, Zukunftsprodukte und die Abläufe in der eigenen Organisation

Die Top fünf hätten alle eine dreistellige Zahl an Likes erreicht, was für das Intranet Spitzenwerte bedeute.

"Die Lage ist mehr als kritisch"

Der Konzern kämpft mit hohen Kosten und einem schwierigen Umfeld. Die VW-Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um Zehntausende Arbeitsplätze und um die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm.

"Die Lage ist mehr als kritisch", sagte Blume jüngst in einem Interview. Blume zufolge verdient VW zu wenig, um damit die Zukunft finanzieren zu können. Bisherige Einsparungen reichten nicht aus. "Wir sind überdimensioniert. Das macht uns oft zu langsam und zu kompliziert", beschrieb der VW-Boss das Problem.


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Erste Antworten auf die Fragen und Reaktionen auf die Kritik könnte der Konzernvorstand in den kommenden Tagen liefern. Gleich neun außerordentliche Betriebsversammlungen stehen bei Volkswagen auf dem Programm. Die erste Betriebsversammlung findet jetzt am Dienstag, dem 25. August, in Wolfsburg statt.

Über die Lage will sich Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) bereits am Montagabend bei einem Besuch des VW-Werks in Hannover informieren. Auf Einladung des Gesamtbetriebsrates sind Gespräche mit Betriebsratsmitgliedern, Vertrauensleuten aus der Belegschaft und der örtlichen Werksleitung geplant.

VW: Ministerpräsident Lies besucht Werke

Im Anschluss wollen Lies, Niedersachsens Vize-Regierungschefin Julia Willie Hamburg (Grüne), die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo sowie Vertreter des örtlichen Betriebsrates und der Gewerkschaft IG Metall über den Austausch informieren.

Besuche des niedersächsischen Ministerpräsidenten sind auch in den VW-Werken in Osnabrück und Emden geplant. Mit Vertretern des Werkes im sächsischen Zwickau soll es einen digitalen Austausch geben, hieß es. 

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KOMMENTARE

Bernhard Herpe

01.09.2026 - 08:49 Uhr

Ich habe schon vor 3 Jahren öffentlich davor gewarnt einen Kooperation mit Ford im Bereich Nutzfahrzeuge einzugehen, ansonsten geht VW Nutzfahrzeuge pleite. Man hat mich ausgelacht. Danke Herr Diess das Sie diese unglückselige Zusammenarbeit mit Ford gefördert und genehmigt haben, Das war der 1. Sargnagel (wieviel T7 Transporter seht Ihr im europäischem Straßenverkehr??) Der 2. Sargnagel ist die ID Serie, ich hatte vorgeschlagen VW Golf/ Golf elektrisch , Polo / Polo elektrisch usw. dann kann der Kunde selber entscheiden und die Kosten wären minimiert. Jetzt stehen mindestens 100.000 Arbeitsplätze vor dem aus , aber das ist nichts, wenn VW jetzt nicht aufpasst kippen die und wenn die einmal kippen kann die keiner mehr halten dann ist die Pleite da, ein Riese fällt manchmal schneller als ein Zwerg. Was passiert im Angesicht solcher Alpträume : nichts , nichts von der Bundesregierung nichts von der EU. Es ist fünf vor 12, jetzt einen Strich machen, die Zusammenarbeit mit Ford sofort kündigen, einen neuen Amarok und neue T7 Nutzfahrzeuge von VW entwickelt und gebaut auf den Markt bringen, die Pläne sind ja schon in der Schublade, Nicht mehr den Parallelmarkt blockieren einfach flooten lassen. das spielt sich ein. Wenn der Kunde ein Fahrzeug aus Italien oder einem anderen EU Land will , macht den Markt auf , denn am Ende habt Ihr immer einen VW Kunden gewonnen. Was Macht VW unter dem Deckmantel das dt. Händlernetz zu schützen werden VW Händler im Ausland bedroht wenn Sie versuchen wollen ein Fahrzeug an einen EU Kunden oder EU Vermittler zu verkaufen- die Drohung geht von Margenkürzungen bis Vertragskündigungen. Ändert eure Politik bei VW mein Rat


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