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Deutsche Neuwagenflotte: CO2-Emissionen steigen weiter

Zum hohen CO2-Ausstoß tragen besonders SUV-Modelle bei.
© Foto: Stephen Finn/stock.adobe.com

Autos mit alternativen Antrieben waren 2018 gefragter denn je. Dennoch stiegen parallel die CO2-Emissionen neu zugelassener Autos weiter an. Schuld ist vor allem der anhaltende SUV-Trend.


Datum:
02.04.2019
2 Kommentare

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Autos mit alternativen Antrieben sind gefragter denn je, doch reicht auch das jüngste Wachstum nicht aus, einen weiteren Anstieg der CO2-Emissionen durch in Deutschland neu zugelassene Autos zu verhindern. Die Autokunden konterkarieren damit weiterhin das EU-Klimaziel, die CO2-Emissionen aller neu zugelassenen Pkw bis 2021 auf 95 Gramm pro Kilometer zu senken. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Energie-Agentur (Dena) in ihrem aktuellen Bericht über alternative Antriebe in Deutschland.

Laut Dena stieg der Anteil von Elektro- und Erdgasfahrzeugen am deutschen Neufahrzeugmarkt im vergangenen Jahr erstmalig auf über fünf Prozent. Im Januar und Februar 2019 wuchs deren Anteil sogar auf 7,8 Prozent. Das stärkste Wachstum betrifft Erdgasfahrzeuge mit einer Steigerungsrate von 190 Prozent. Wurden 2017 nur knapp über 3.000 Autos mit CNG-Antrieb zugelassen, waren es vergangenes Jahr mehr als 10.800. Hybride legten um rund 79 Prozent auf knapp 99.000 und batterieelektrische Fahrzeuge um etwa 44 Prozent auf rund 36.000 Neuzulassungen zu. Der Anteil von Diesel ging um 6,5 Prozentpunkte auf 32,3 Prozent zurück, während Benziner um 4,7 Prozentpunkte auf 62,4 Prozent zulegten.

Effekt alternativer Antriebe verpufft

Trotz der positiven Entwicklung bei den alternativen Antrieben sind die CO2-Emissionen der zwischen Januar und September 2018 neu zugelassenen Fahrzeuge um 3,8 auf 132,2 Gramm CO2 pro Kilometer gestiegen. Die Dena geht davon aus, dass sich dieser Trend auch im vierten Quartal 2018 fortgesetzt hat, für den es allerdings aufgrund der Umstellung auf das WLTP-Messverfahren keine Vergleichsdaten gibt.

Als Grund für den weiteren Anstieg nennen die Analysten den weiter steigenden Anteil an großen und emissionsstarken Fahrzeugen. Vor allem die ungebremste Nachfrage nach SUV und Geländewagen sorgt dafür, dass sich die Emissionsminderungen durch die wachsende Zahl alternativ angetriebener Fahrzeuge nicht auf die Gesamtbilanz auswirken. (SP-X)

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KOMMENTARE


Uwe

03.04.2019 - 09:19 Uhr

Immer das Problem mit den verschiedenen Normen.Die meisten Fahrzeuge zugelassen in 2018 hatten noch CO2 Daten ermittelt nach NEFZ. In diesem Jahr sind die meisten Fahrzeuge bereits nach WLTP gemessen (wo die Werte höher ausfallen). Ein und der selbe Motor weist eine Differenz von ca. 15-30 g/km CO2 zwischen den beiden Messverfaheren auf. Also völlig logisch das die rechnerischen Werte erstmal hochgehen. Sagt also wenig über den realen CO2 Ausstoß im Strassenverkehr aus.In Zukunft rechnen wir uns aber die CO2 Werte wieder schön, indem wir annehmen, das E-Autos und Hybride keinerlei CO2 erzeugen, wenn sie elektrisch fahren (Strom kommt ja sauber aus der Steckdose und die Kraftwerke stehen nur zum Spaß in der Landschaft rum und verschandeln den Ausblick).


Uwe

03.04.2019 - 17:04 Uhr

Ich finde der Anstieg von CO² in 2018 war klar, darauf hätte man wetten können. Lieber Autor das hat auch nicht mit den SUV zu tun.Wenn wir den Bürgern klar machen, dass der Diesel das schlimmste Leiden auf dieser Welt ist und die Bürger dann vermehrt zum Benziner greifen, dann ist der CO² Ausstoß logisch. Die Diesel die weniger verbrauchen, somit auch weniger CO² ausstoßen, durch Benziner und Benzin-Hybriden zu ersetzen, super Idee. Wenn ich 10 Euro 5 Diesel durch 10 Benziner ersetze steigt der CO² Ausstoß automatisch bei gleicher Laufleistung.So denkt doch mal einfach logisch nach bevor immer irgendwelche Aussagen gegen die Diesel getroffen werden.Benziner und Benzin-Hybriden stoßen meist mehr CO² aus wie ein Diesel mit vergleichbarer Leistung.


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