Honda will bis zum Ende des Jahrzehnts weltweit über 1,2 Mrd. US-Dollar in den Bau neuer Fabriken investieren. Mit diesen Kapazitätserweiterungen sollen die weltweiten Autoverkäufe des japanischen Herstellers im Jahr 2010 auf über 4,5 Mio. Stück und die Motorradverkäufe auf mindestens 18 Mio. steigen. Das teilte Honda am Mittwoch in Tokio mit. Unter anderem will das Unternehmen erstmals seit 25 Jahren wieder eine Fabrik in Japan bauen. Für die neue Auto- und Motorenfertigung in der Präfektur Saitama sind Investitionen von über 640 Mio. US-Dollar vorgesehen. Die Jahreskapazität belaufe sich auf etwa 200.000 Fahrzeuge. Um im Ausland weiter zu wachsen, will Honda 400 Mio. US-Dollar in ein neues Werk in den USA und weitere 140 Mio. US-Dollar in eine neue Motorenfertigung in Kanada investieren. Beide Werke sollen 2008 starten und ebenfalls über eine Produktionskapazität von jährlich 200.000 Fahrzeuge verfügen. Eine Entscheidung über den Standort in den USA sei noch nicht gefallen, hieß es. Mit der neuen Fabrik in Nordamerika steige dort die Jahresproduktion von jetzt 1,4 auf 1,6 Mio. Autos. Wegen der hohen Kraftstoffpreise steigt auch in den USA die Nachfrage nach kleineren verbrauchsarmen Fahrzeugen. Nach einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai" könnte in dem neuen Werk deshalb das Mittelklasse-Modell "Civic" oder der Kleinwagen "Fit" vom Band laufen. Zudem entwickle der Konzern dem Vernehmen nach ein neues kostengünstiges Hybrid-Auto, das 2009 auf den Markt kommen soll. Auch sei ein umweltfreundlicher Vier-Zylinder-Dieselmotor der nächsten Generation in Planung, hieß es weiter. (dpa/rp)
Honda treibt weltweite Expansion voran
Autokonzern investiert bis 2010 rund 1,2 Milliarden US-Dollar in neue Fabriken in Japan und Nordamerika