Protest gegen Bosse und Banker: Zum Auftakt der Autoshow in Detroit haben am Sonntag wütende Auto-Arbeiter und bereits entlassene Kollegen ihrem Ärger lautstark Luft gemacht. Gegenüber dem Messeingang der Cobo-Hall protestierten rund 50 Demonstranten bei eisigem Winterwetter gegen einen weiteren Stellenabbau und drastische Lohnkürzungen. "Lasst die Banker und Bosse zahlen", forderten sie auf Plakaten. Die Beschäftigten müssten für die von den Managern verursachte Wirtschaftskrise bluten. Angesichts der Notlage der US-Autobauer riefen sie zur Solidarität mit der heimischen Industrie auf: "Leute, kauft amerikanische Autos!" ______________________ Fließbandarbeiter als Cheerleader: Für seine diesjährige Show auf der Automesse in Detroit holte sich der angeschlagene Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) lautstarke Rückendeckung von einer guten Hundertschaft aus seinen Werken. "GM let's go!", feuerten die Fans ihren mit Milliardenverlusten kämpfenden Konzernchef Rick Wagoner am Sonntag auf der Bühne an. Die Botschaft ihrer bunten Pappschilder: "GM bleibt bestehen!" Der erst seit acht Monaten bei dem US-Autobauer beschäftigte Greg Powell war mindestens so überzeugt wie sein Chef Wagoner: "GM wird überleben, weil wir tolle neue Autos bauen." Bereits um fünf Uhr morgens hatte sich der Familienvater dreier Kinder durch den Schnee in Detroit gekämpft, um sich viele Stunden später in der glitzernden Messehalle für seinen Arbeitgeber einzusetzen. (dpa)
Kurz gemeldet: Messesplitter von der NAIAS 2009
Wütende Auto-Arbeiter protestieren zum Auftakt gegen Stellenabbau bei amerikanischen Herstellern / General Motors lässt Fließbandarbeiter statt Cheerleader jubeln