Audi stellt seine Führung in China neu auf. Zum 1. November 2026 übernimmt Jeff Zhang das Amt des Präsidenten von Audi China und folgt damit auf Johannes Roscheck. Gemeinsam mit Rolf Michl, bislang Chef der Audi Sport GmbH, bildet er künftig das Board of Management der China-Sparte. Michl übernimmt die Aufgabe des Chief Operating Officer (COO).
China bekommt Doppelspitze
Mit der neuen Führungsstruktur will Audi nach eigenen Angaben schneller auf Veränderungen im chinesischen Markt reagieren. Zhang bringt dabei umfangreiche China-Erfahrung mit. Zuletzt war er Vice President und CEO der Marke Chery bei Chery International. Zuvor verantwortete er unter anderem das Europageschäft des Herstellers und leitete bei Stellantis das China-Geschäft der Marken Alfa Romeo und DS Automobiles.
Audi kennt Zhang bereits: Von 2018 bis 2020 war er in leitenden Funktionen für die Marke in China tätig und wirkte unter anderem am Aufbau der Vertriebsorganisation von SAIC Audi mit.
"China ist einer der wichtigsten Märkte für Audi. Mit Jeff Zhang und Rolf Michl stärken wir unsere Führung vor Ort und verbinden internationale Erfahrung mit tiefem Verständnis für den chinesischen Markt und die Marke Audi. Unser Ziel ist es, unsere Strategie konsequent umzusetzen, noch schneller auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen und unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig sichern wir mit Rouven Mohr die Kontinuität bei Audi Sport und setzen auf seine umfassende Erfahrung in der Entwicklung von Performance-Fahrzeugen", sagte Audi-Chef Gernot Döllner.
AUDI E5 Sportback
Für Michl bedeutet der Wechsel nach China den Abschied von der Spitze der Audi Sport GmbH, die er seit September 2022 führt. Der langjährige KonzernmManager war zuvor unter anderem im Produktmanagement, Vertrieb und Marketing sowie als Leiter von Audi Sport Racing tätig.
Seine Aufgaben bei Audi Sport übernimmt zum 1. November kommissarisch Rouven Mohr. Der seit März 2026 amtierende Audi-Entwicklungschef führt die Performance-Tochter zusätzlich zu seinem Vorstandsposten.
Roscheck kehrt nach Ingolstadt zurück
Der bisherige China-Präsident Johannes Roscheck übergibt seine Aufgaben ebenfalls zum 1. November und soll Anfang 2027 nach Ingolstadt zurückkehren. Er hatte nach Unternehmensangaben unter anderem die Zweimarkenstrategie und die Zusammenarbeit mit den chinesischen Joint-Venture-Partnern vorangetrieben.