Premium-Bilanzen: Audi schlägt sich im April wacker

08.05.2009 10:31 Uhr
Im April lag der Absatz nur noch um 5,6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
© Foto: ddp-Archiv, Oliver Lang

Die Ingolstädter VW-Tochter hat ihre Talfahrt beim Absatz abgebremst. Im April wurden weltweit 81.923 Wagen ausgeliefert – ein Minus von 5,6 Prozent. BMW erlitt dagegen erneut einen kräftigen Dämpfer.

Audi hat sich von den deutschen Premiumherstellern im April am besten geschlagen. Die VW-Tochter verzeichnete zwar einen weltweiten Absatzrückgang von 5,6 Prozent auf 81.923 Fahrzeuge. Das Minus fiel aber nicht mehr so deutlich aus wie in den Vormonaten. Im Januar waren die Verkäufe um mehr als 26 Prozent eingebrochen, im Februar und März um jeweils elf Prozent. Damit standen die Ingolstädter deutlich stabiler da als BMW und Daimler, die jeweils ein Minus von rund 24 Prozent zu verkraften hatten. Audi bekräftigte sein Ziel, in diesem Jahr insgesamt 900.000 Autos zu verkaufen. Dies wären zehn Prozent weniger als 2008. "Neue Modelle wie der Audi Q5, das kürzlich eingeführte A5 Cabriolet oder auch der A4 2.0 TDI e stärken unseren Auftragseingang", sagte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer laut Mitteilung. In den ersten vier Monaten des Jahres kam Audi auf 291.951 verkaufte Autos und ein Absatzminus von 13,6 Prozent. Auch auf dem deutschen Markt hielten sich die Einbußen in Grenzen. Hier lag das Absatzminus im April bei 7,7 Prozent. In den ersten vier Monaten wurden hierzulande 68.575 Autos verkauft, was einem Rückgang von 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprach. In Westeuropa verzeichnete das Unternehmen im April einen Rückgang von 8,9 Prozent, auf dem US-Markt von 9,3 Prozent. Besser lief es in der Region Asien-Pazifik. Hier kurbelte vor allem die starke Nachfrage in China das Geschäft an. Mit 14.950 verkauften Autos lag der Absatz um 16,7 Prozent höher. Q5 poliert Bilanz auf Allein der Q5, der im vergangenen Jahr noch nicht auf dem Markt war, besserte die Bilanz im April um 8.854 Fahrzeuge auf, wie ein Sprecher am Freitag auf Anfrage sagte. Der A5 verkaufte sich besser. Hier stieg die Nachfrage um 13,4 Prozent auf 5.715 Einheiten. In den übrigen Baureihen fiel das Minus nicht so drastisch aus wie bei der Konkurrenz. Vom A3 wurden im April 18.497 Fahrzeuge verkauft, elf Prozent weniger als vor einem Jahr. Beim A4 bewegte sich der Rückgang mit 25.852 Autos auf einem ähnlichen Niveau. Deutlich schwächer schnitten die größeren und älteren Modelle A6 (minus knapp 18 Prozent) und A8 (minus 45 Prozent) ab.

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