Premiumhersteller weltweit: Wie BMW, Audi und Mercedes unter Druck geraten

19.02.2026 16:42 Uhr | Lesezeit: 2 min
Hongqi E-HS9
Chinas Premiummarken wie Honqi werden auch den deutschen Luxusautobauern zur Gefahr.
© Foto: Hongqi

Noch sind Mercedes, Audi und Co. die weltweit größten Premium-Autobauer. Hier führt BMW vor Mercedes und Audi. Doch die Konkurrenz – vor allem aus China – wächst. Hongqi und Xiaomi näherten sich laut den Inovev-Marktforschern in 2025 jeweils der Marke von 500.000 verkauften Fahrzeugen an.

Die deutschen Premiumhersteller dominieren weiterhin das globale Luxusauto-Geschäft, spüren aber zunehmend Druck durch neue Wettbewerber. Vor allem aus China, wie aus einer aktuellen Analyse des Marktforschers Inovev hervorgeht.

Demnach blieb BMW 2025 weltweit die Nummer eins unter den Premium-Marken. Der Absatz sank allerdings um 1,4 Prozent auf 2,17 Millionen Fahrzeuge. Hauptgrund ist vor allem das schwache China-Geschäft, wo der Rückgang bei 14,2 Prozent lag. Insgesamt setzten die Münchner dort 536.163 Fahrzeuge ab, fast alle wurden vor Ort produziert, lediglich 21.439 kamen aus nicht-chinesischen Werken.

Mercedes-Benz verteidigte global Rang zwei, musste aber stärkere Einbußen hinnehmen: Die Auslieferungen gingen um 9,6 Prozent auf 1,81 Millionen Fahrzeuge zurück. In China brach der Absatz um 19,8 Prozent auf 472.799 Einheiten ein. Auch Mercedes baut vor allem vor Ort, aus westlichen Werken stammten 33.988 Fahrzeuge.


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Audi blieb trotz eines Rückgangs um 2,9 Prozent auf 1,62 Millionen Fahrzeuge drittgrößter Premiumhersteller. In China lieferte Audi 617.514 Autos aus, was einem Minus von 2,7 Prozent entspricht. 33.726 davon wurden importiert, der Rest vor Ort produziert. 

Hongqi und Xiaomi holen auf

Trotz der merklichen Verluste hat das deutsche Trio weltweit gesehen noch einen ordentlichen Vorsprung vor der Konkurrenz. Allerdings holte die chinesische Konkurrenz zuletzt stark auf. Hongqi und Xiaomi näherten sich laut Inovev bereits 2025 jeweils der Marke von 500.000 verkauften Fahrzeugen und lassen bereits Cadillac, Porsche, Land Rover und Lincoln hinter sich. Auch Lexus und Volvo sind nicht mehr fern – zuletzt nahmen beide Marken mit rund 750.000 Einheiten Rang vier und fünf ein. 

Inovev erwartet, dass der Markteintritt chinesischer Premiummarken in Europa deren Absatz weiter stützen könnte – und damit den Druck auf etablierte Premiumanbieter weiter erhöht. Neben den beiden genannten sind außerdem China-Premiummarken wie Zeekr, Nio, Voyah, Denza, Avatr, Exceed und IM Motors bereits in Europa gestartet oder stehen kurz vor Markteintritt. 


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