Das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) erwartet eine Erholung auf dem europäischen Automarkt. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise habe sich in Westeuropa erheblicher Nachholbedarf aufgebaut, so die Automobilexperten der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Dieser Nachholbedarf werde sich in den nächsten Jahren im Markt bemerkbar machen und zu steigenden Absatzzahlen führen.
Nach Berechnungen des IFA wurden seit dem Jahr 2010 rund 3,0 Millionen Neuwagen weniger verkauft, weil Autobesitzer ihr Fahrzeug nicht ersetzt haben. Der Ersatzbedarf liegt in Westeuropa nach den Analysen bei jährlich 13,3 Millionen Einheiten. Die Gesamtzahl der Neuwagenverkäufe lag in den letzten Jahren deutlich unter diesem Niveau. In diesem Jahr werden in Westeuropa voraussichtlich nur rund 11,4 Millionen Neuwagen verkauft. Dies aber bedeute die "Entmotorisierung Europas", so das IFA.
Die Experten gehen davon aus, dass der steigende Nachholbedarf ein wesentlicher Treiber für eine Trendwende im europäischen Automobilmarkt sein wird: "In dem Maße wie sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufhellen und die Menschen im Hinblick auf ihre wirtschaftliche Zukunft mehr Zuversicht haben, werden sie auch wieder ein Auto kaufen", sagte IFA-Direktor Professor Willi Diez.
Erholung bereits 2013
Er sei daher optimistisch, dass es bereits im zweiten Halbjahr 2013 zu einer Erholung des westeuropäischen Automobilmarktes komme. Für das Jahr 2014 geht das IFA von deutlich steigenden Absatzzahlen in Westeuropa aus. Nach rund 11,4 Millionen Neuwagenverkäufen im Jahr 2013 erwartet das Institut 2014 einen Anstieg auf knapp zwölf Millionen Einheiten. Vor allem in den südeuropäischen Krisenländern werde sich der hohe Nachholbedarf bemerkbar machen. (se)
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