US-Autobauer General Motors (GM) erwartet nach einem guten zweiten Quartal für das laufende Jahr einen höheren Gewinn im Tagesgeschäft. Unternehmenschefin Mary Barra peilt nun beim um Sonderposten bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 14 bis 16 Milliarden US-Dollar an, wie der Konzern am Dienstag in Detroit mitteilte. Zuvor hatte die Prognosespanne jeweils eine halbe Milliarde Dollar niedriger gelegen.
Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Management nun mit 12 bis 14 Dollar und damit etwas mehr als bisher. Verkaufspreise und Kosten dürften sich besser entwickeln als zunächst erwartet. Barra erklärte, sie wolle den aktuellen Schwung bis ins kommende Jahr und darüber hinaus nutzen. Die Aktie stieg im vorbörslichen US-Handel um knapp ein Prozent.
Höhere Sonderkosten belasten Nettogewinn
Beim erwarteten Nettogewinn für das Gesamtjahr muss die Konzernchefin jedoch Abstriche machen. Grund sind höhere Sonderkosten infolge der strategischen Kehrtwende bei Elektroautos. Statt eines Gewinns von bis zu 11,4 Milliarden Dollar erwartet GM nun maximal 9,8 Milliarden Dollar.
Die großen US-Autobauer hatten nach dem Wegfall von Subventionen für Elektroautos und geänderten Abgasvorschriften bereits im vergangenen Jahr ihre Strategien angepasst und den Fokus wieder stärker auf Verbrennungsmotoren gelegt. Dies hatte bereits 2025 milliardenschwere Abschreibungen zur Folge.
Umsatz steigt trotz rückläufiger Verkäufe
Im zweiten Quartal konnte GM den Umsatz trotz gesunkener Verkaufszahlen um knapp zwei Prozent auf 48 Milliarden Dollar steigern. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte um fast 30 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu.
Unter dem Strich sank der Nettogewinn jedoch um mehr als 31 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Die Sonderkosten für das verkleinerte Elektroauto-Programm beliefen sich auf 2,3 Milliarden Dollar.