Smart-Chef Ulrich Walker hat sich optimistisch zur Zukunft der defizitären Kleinwagenmarke von DaimlerChrysler geäußert. Die Fixkosten seien bereits um 26 Prozent gesenkt worden, außerdem sei die Zahl der Händlerstützpunkte seit Jahresbeginn um mehr als 20 Prozent in Europa gesteigert worden, sagte Walker am Montag auf der IAA in Frankfurt. Außerdem würden die Pläne für einen Markteintritt in den USA weiter vorangetrieben. "Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Smart sind damit gestellt", sagte Walker. Offiziell soll über die Einführung der Nachfolgemodells des zweisitzigen Smart Fortwo in den USA erst zum Jahresende entschieden werden. Beobachter gehen davon aus, dass Smart ab 2007 diesen Schritt gehen wird. Walker betonte auf der Automesse, dass in Kanada 2004 mehr als doppelt so viele Smart wie geplant verkauft worden seien und dieser Trend sich auch 2005 ungebrochen fortsetze. "Das macht uns Mut für einen Markteintritt in die USA." Dort könnten jährlich etwa 20.000 Zweisitzer verkauft werden, hätten Marktuntersuchungen ergeben. Walker betonte, Smart habe in diesem Jahr den Absatz um elf Prozent gesteigert und in einem schwierigen Umfeld Marktanteile hinzugewonnen. Der Manager stellte in Frankfurt die Studie "Crosstown" mit Hybrid-Antrieb vor. Damit zeige man, dass dieser spritsparende Antrieb auch im Smart möglich sei. Bei dem geringen Verbrauch des Kleinstwagens rechne sich Hybrid aber trotz der hohen Spritpreise nicht. Der inzwischen zurückgetretene Mercedes-Chef Eckhard Cordes hatte Smart nach den aufgelaufenen Milliardenverlusten in diesem Frühjahr ein 1,1 Mrd. teures Sanierungsprogramm verordnet, das die Marke bis 2007 profitabel machen soll. (dpa)
Smart-Sanierung zeigt erste Erfolge
Markenchef Walter: Fixkosten um 26 Prozent gesenkt / US-Markteintritt rückt näher