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Staatsgarantien: PSA Finance bekommt Hilfe

Durch die schwierige Lage des PSA-Konzerns hat die Finanzsparte Probleme bei der Refinanzierung.
© Foto: Imago/PanoramiC

Frankreich wird mit bis zu sieben Milliarden Euro für die Emission von Anleihen garantieren. Zudem soll ein Bankenpool 11,5 Milliarden Euro an Liquidität zur Verfügung zu stellen.


Datum:
24.10.2012
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Peugeot bekommt Staatshilfen für seine Finanztochter PSA Finance. Frankreich werde mit bis zu sieben Milliarden Euro für die Emission von Anleihen garantieren, teile der Konzern mit den Marken Peugeot und Citroën am Mittwoch in Paris mit. Ein Bankenpool sei darüber hinaus gebeten worden, 11,5 Milliarden Euro an Liquidität zur Verfügung zu stellen.

Der staatliche Unterstützungsbedarf für die bislang lukrative Finanztochter hatte sich bereits vor einiger Zeit abgezeichnet. Vor dem Hintergrund negativer Ratingurteile für den Gesamtkonzern verteuerte sich die Kreditaufnahme für das Unternehmen. Die PSA-Autobank ist davon besonders betroffen, weil sie im Vergleich zu anderen Konkurrenten kein Einlagengeschäft betreibt. 2011 erwirtschaftete die Sparte im operativen Geschäft einen Gewinn in Höhe von 532 Millionen Euro.

PSA kündigte an, während der Laufzeit der Staatsgarantien (2013 bis 2015) keine Dividenden an Aktionäre auszuzahlen. Zudem sollen Führungskräfte auf Sondervergütungen verzichten. Dies hatte die französische Regierung als Gegenleistung für ihre Unterstützung gefordert. Der Kurs der PSA-Aktie brach bis Mittag um rund fünf Prozent ein.

"Keine Geschenke der Regierung"

Es gebe keine Geschenke von der Regierung, machte Premierminister Jean-Marc Ayrault deutlich. Er untermauerte zudem die Forderung nach einem zu 100 Prozent sozialverträglichen Stellenabbau. Niemand dürfe ohne Perspektive bleiben, sagte Ayrault. PSA akzeptierte neben dem Dividendenstopp auch eine unabhängige Überwachung der Sanierungsbemühungen.

Die EU-Kommission erklärte unterdessen, dass die französische Regierung bislang noch keinen Antrag auf eine Genehmigung von Staatshilfen für PSA gestellt hat. "Sobald wir Informationen erhalten, werden wir eine genaue Untersuchung vornehmen", sagte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Nach den EU-Verträgen muss Brüssel staatliche Beihilfen genehmigen, um zu verhindern, dass diese den Wettbewerb in Europa verzerren.

Nach jüngsten Angaben von Konzernchef Philippe Varin wird das Unternehmen vermutlich bis 2014 monatlich einen dreistelligen Millionenbetrag an Cash verbrennen. Um zu sparen, will PSA nun rund 8.000 Arbeitsplätze abbauen und ein Werk in der Nähe von Paris komplett schließen. Gegen die Pläne gibt es allerdings weiter heftigen Widerstand der Gewerkschaften und auch aus der Politik. (dpa)

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