DaimlerChrysler treibt die Ermittlungen in der Untreue-Affäre in seiner Vertriebsorganisation Deutschland voran. Der Konzern teilte am Donnerstag mit, dass man den Ermittlungsbehörden "eine Reihe von Informationen und Dokumenten" übergeben und erläutert habe. "Dies erfolgte im Rahmen der Kooperation mit den Behörden zur Aufklärung von Unregelmäßigkeiten in Teilen der deutschen Vertriebsorganisation der DaimlerChrysler AG", hieß es. Damit habe DaimlerChrysler Informationswünsche der Staatsanwaltschaft erfüllt. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte am Donnerstag, man könne noch keine Angaben über die Schadenssumme machen. Auch sei ungeklärt, was verjährt sei. Wie weiter zu erfahren war, unterstütze der Vorstand die Ermittlungen nachdrücklich. "Es ist gewollt, dass in der betreffenden Sache aufgeräumt wird", war weiter zu hören. Bestätigt wurde auch aus dem Hause DaimlerChrysler, dass immer noch neues Material auf den Tisch komme. Auch sei weiterhin das Unrechtsbewusstsein der bereits Entlassenen nicht stark ausgeprägt. (dpa)
Untreue-Affäre: Daimler macht Druck
Konzern hat Ermittlungsbehörden weitere Informationen und Dokumente übergeben