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Volkswagen Financial Services: Leasing als E-Beschleuniger

Jens Legenbauer (l.) und Kai Vogler wollen potenzielle Fahrer von Elektroautos stärker ansprechen, um Vorbehalte gegenüber der Technologie abzubauen.
© Foto: Patrick Neumann/AUTOHAUS

Mithilfe eines ganzheitlichen Ansatzes will VW Financial Services den Kunden die Angst vor der E-Mobilität nehmen und einen spürbaren Trend bedienen: Nutzen statt Besitzen.

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Von Patrick Neumann/AUTOHAUS

Beim Vertrieb des neuen ID.3, den Volkswagen am Montagabend präsentiert und damit seine ambitionierte Elektro-Offensive gestartet hatte, setzt der Autobauer voll auf die Karte Leasing. "80 Prozent der Elektrofahrzeuge des Volkswagen Konzerns werden über die Volkswagen Financial Services abgesetzt", erklärte Jens Lengenbauer, Sprecher der Geschäftsführung von VW Leasing, am Mittwoch auf der IAA. Ein hoher Anteil, der künftig auch für den neuen E-Hoffnungsträger gelten soll. "Leasing ist der Schlüssel zur Elektromobilität", so Legenbauer.

Wie der Top-Manager vor Pressevertretern in Frankfurt erläuterte, möchte die Captive mithilfe eines ganzheitlichen Ansatzes die Angst vor der E-Mobilität nehmen und einen spürbaren Trend bedienen: Nutzen statt Besitzen. Der konzerneigene Absatzfinanzierer spricht bei seinem sogenannten "EV Lifetime Concept" von "Rate statt Kaufpreis". Über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus sollen demnach Leasing- und Paketangebote zur Verfügung stehen – also sowohl für Neu- und Gebrauchtwagen. Als Effekte erhofft sich die Herstellerbank eine Stabilisierung der Restwerte, eine Erhöhung der Kundenloyalität und eine Steigerung der Penetrationsraten.

Ehrgeizige Ziele

Grundsätzlich verfolgt Volkswagen Financial Services hierzulande bis ins Jahr 2025 ambitionierte Pläne. Von heute 6,3 Millionen Bestandsverträgen möchte man auf acht Millionen zulegen. Ein Plus von 21 Prozent in gut fünf Jahren. Außerdem nimmt sich das Unternehmen für 2025 unter anderem 2,8 Millionen Neuverträge und 340.000 Online-Abschlüsse von Einzelkunden vor.

Doch auch global gesehen hat die Captive ehrgeizige Ziele und startet eine Flottenoffensive. "Wir wollen weltweit die Nummer eins als Flottenanbieter werden", betonte Kai Vogler, Leiter Vertrieb Europa bei Volkswagen Financial Services. Verschiedene Maßnahmen, etwa in puncto Kundengruppen, Multibrand und Markenauftritt, habe man bereits definiert.



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KOMMENTARE


TLicht

11.09.2019 - 20:52 Uhr

Das E-Mobile Geschäft wird sicher zu einem Wachstum führen, aber nicht nur für den VWFS sondern auch für die Non Captive Gesellschaften. Insofern wäre es für VW nochmals überlegenswert in fremden Markenwelten zu akquirieren. Einen zaghaften, aber leider nicht voll durchdachten Versuch hat man ja schon vor vielen Jahren mit der Gründung der AutoEuropa Bank gemacht. Hier hat man sich im vorwiegend im Caravangeschäft bewegt, leider nicht mit dauerhaften Erfolg. Die Aktion war leider eher halbherzig, denn die Außendienstler waren alle bei einem namhaften externen Dienstleister beschäftigt. Hier wurden leider viele Ressourcen verbrannt, bis zum heutigen Tage.


MV

12.09.2019 - 13:24 Uhr

Die Auto Europa Bank kenne ich von früher. Eine Bank die alles durch gewunken hat,wo andere bereits den Alarmknopf gedrückt haben. Aber an für sich eine gute Bank mit einem guten Außendienst. VW hat mit dem Leasing nicht ganz unrecht, da heute immer mehr Privatkunden nutzen aber nicht kaufen möchten. Seit Dieselgate sind es immer mehr die sich dem Vermarktungsrisiko entziehen möchten, aber auch alle 3-4 Jahre ein neues Auto möchten um up to date zu bleiben.Und in der E-Mobilität die kommen wird ist es positiv zu bewerten das VW ein Deutscher Hersteller ganz vorne dabei ist.


TLICHT

12.09.2019 - 17:31 Uhr

Die AutoEuropa Bank firmierte beim Start noch als Europcar Bank, die Schwerpunkte waren eine Art Captive Kooperationen mit dem Hersteller Fendt & Hobby Caravaning. Daneben wurde das Geschäft auf den freien Autohandel fokussiert, insbesondere ausgeschiedene VW Betriebe und EU Händler. Nach und nach wurden auch Fremdfabrikate generiert und das GW Geschäft anderer. Leider war die Entwicklung im Caravaning nicht so glücklich, weil die Wettbewerber sehr standhaft nachlegten ( Santander, Creditplus, Commerzfinanz etc ). Zweifelsohne wird auch heute noch Geschäft generiert, aber die eigentlichen Ziele, eine breitaufgestellte Non Captive Bank aufzustellen ist nicht gelungen. Dabei ist es völlig nebensächlich, das Mitarbeiter nicht direkt beim VWFS beschäftigt waren, sondern bei einer dem Konzern näherstehenden Beratungsgesellschaft. Ich denke der Stellenwert dieses Grossfeldversuch ist wieder gesunken, nachdem die Erfolge doch sehr überschaubar waren. Andree Captives haben in Vergangenheit hier auch Federn lassen müssen ( Premiumfinanz/BMW & Finplus/FCA Bank ).


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