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VW-Betriebsratschef: Verbrennungsmotor verdient Geld für Zukunft

Bernd Osterloh
Bernd Osterloh hat davor gewarnt, dass sich der Autobauer zu sehr auf das Zukunftsthema E-Mobilität festlegt.
© Foto: VW

Das Geld für Transformation in die E-Mobilität muss die Autoindustrie noch über viele Jahre mit Verbrennungsmotor verdienen, meint Bernd Osterloh.

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VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat davor gewarnt, dass sich der Autobauer zu sehr auf das Zukunftsthema E-Mobilität festlegt. "Das Geld für Transformation in die E-Mobilität müssen wir noch über viele Jahre mit unseren Modellen mit Verbrennungsmotor verdienen. Das dürfen wir nicht vergessen", sagte Osterloh der "Braunschweiger Zeitung" (Freitag). Daher erwarte er, dass die bestehende Produktpalette mit der gleichen Begeisterung weiterentwickelt werde wie derzeit der Bereich E-Mobilität.

"Selbst wenn wir unser Ziel erreichen, bis 2025 ein Viertel unserer Flotte als E-Auto zu produzieren, entfällt der Löwenanteil immer noch auf den Verbrennungsmotor", sagte Osterloh. Das werde in der aktuellen Kommunikation des Konzerns jedoch vernachlässigt. Nach Einschätzung des Betriebsratschefs ist der Durchbruch der E-Mobilität noch längst nicht erreicht. So sei noch nicht geklärt, wie die Batterie-Systeme künftig recycelt werden. Zudem fehle in Deutschland noch die erforderliche Infrastruktur, etwa Ladesäulen.

Die Elektromobilität spielt eine wesentliche Rolle bei der Zukunftsplanung des Konzerns, den der Dieselskandal in eine schwere Krise gestürzt hatte. (dpa)

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KOMMENTARE


Seilertoni

25.11.2016 - 10:12 Uhr

Es ist eine Binsen-Weisheit, daß die Erlöse aus aktuellen Technologien die zukünftigen Entwicklungen bezahlten müssen - das gilt für alle Bereiche.Interessant ist die Zurückhaltung zur Erreichung der eigenen Ziele im Bereich Elektromobilität: "Selbst wenn wir unser Ziel erreichen, ..." spricht nicht dafür, daß dies ein Kernthema bei VW ist und mit der Erhöhung der Reichweite des eGolf von 190km auf 300km im nächsten Jahr ist allenthalben ein Aufschließen auf den Wettbewerb (BMW jetzt schon bei 300km; Nissan geht auf 400km und Opels Ampera-e wird 2017 mit 500km kommen); eine Marktführerschaft zeichnet sich hier auf absehbare Zeit nicht ab und relativiert die Priorität und das Umdenken im Hause VW. Schade.


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