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VW-Tarifabschluss: Deutlich mehr Geld für die Beschäftigten

Volkswagen hat einen Tarifabschluss über den Haustarif erzielt.
© Foto: picture alliance/dpa | Peter Steffen

Volkswagen und die Gewerkschaft IG Metall haben sich auf einen Tarifvertrag für die rund 125.000 Beschäftigten in Westdeutschland geeinigt. In zwei Schritten gibt es deutlich mehr Geld. Beide Seiten zeigen sich zufrieden.

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Volkswagen und die IG Metall haben sich auf deutliche Lohnsteigerungen für die 125.000 Beschäftigten in Westdeutschland geeinigt. Entgelte und Ausbildungsvergütungen werden ab Juni 2023 um 5,2 Prozent und ab Mai 2024 um weitere 3,3 Prozent erhöht, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Die Laufzeit des Vertrags beträgt zwei Jahre. Das Ergebnis gelang eine Woche vor Ablauf der Friedenspflicht in der dritten Verhandlungsrunde. Beide Seiten hatten knapp zwölf Stunden in Langenhagen bei Hannover getagt.

Die Beschäftigten erhalten zudem eine steuerfreie Einmalzahlung als Inflationsausgleich von 3.000 Euro, die in zwei Schritten im Februar 2023 (2.000 Euro) sowie im Januar 2024 (1.000 Euro) ausgezahlt wird. Auszubildende bekommen jeweils die Hälfte. Zusätzlich greifen laut IG Metall VW-spezifische Neuregelungen für die Altersteilzeit sowie bei freien Tage und bei den Hochschulgebühren. Der VW-Haustarif wurde für die Stammbelegschaft der Standorte Braunschweig, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter und Wolfsburg sowie einiger Töchter verhandelt.

Der Autobauer und die Gewerkschaft zeigten sich zufrieden. Die IG Metall hatte eine Entgelterhöhung von acht Prozent gefordert, allerdings für eine Laufzeit von einem Jahr. Das jetzt erzielte Ergebnis einer Erhöhung in zwei Schritten orientiert sich am Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie im Pilotbezirk Baden-Württemberg.

"Solides Tarifpaket geschnürt"  

IG Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger sagte: "Alles in allem haben wir ein Tarifpaket geschnürt, was in historisch schwierigen Zeiten gut und solide ist." Die Kundgebung von mehr als 4.000 Beschäftigten bei der zweiten Verhandlung habe Rückenwind gegeben. "Ich will keinen Hehl daraus machen, dass die Auseinandersetzung nicht einfach war - das zeigt alleine die enorm lange Verhandlungsdauer in der Nacht."

Die VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo sagte, in der Belegschaft gebe es eine breite Zufriedenheit mit dem Ergebnis, gerade was den Punkt Altersteilzeit angehe. Dies zeigten erste Reaktionen. Die bisherigen Altersteilzeit-Regelungen werden um fünf Jahre bis Dezember 2027 verlängert. "Uns ist in schwierigen Zeiten ein richtig solider Abschluss geglückt. Die Kolleginnen und Kollegen erhalten rasch spürbar mehr Geld", betonte Cavallo. Sie räumte ein, dass die Laufzeit von zwei Jahren sehr lang sei.

VW-Verhandlungsführer Arne Meiswinkel sagte, mit dem Abschluss werde für Beschäftigte und das Unternehmen Planungssicherheit und Stabilität geschaffen. Der Abschluss dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass man die Kosten weiter strikt im Griff behalten müsse, betonte der Vorstand. "Dies ist die Grundvoraussetzung, um unsere Transformation mit der notwendigen Geschwindigkeit fortzusetzen, unsere Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze zu sichern."

Neues Stipendienprogramm 

Die tariflich festgeschriebenen 1.400 Ausbildungsplätze bleiben laut VW bestehen. Ein wichtiger Beitrag für die Transformation ist nach Unternehmensangaben die Einführung eines neuen Stipendienprogramms, mit dem sich VW erstmals an Studierende mit einem Bachelor-Abschluss wende. Mit dem "Volkswagen Master" sollen laut Meiswinkel hochqualifizierte Nachwuchstalente in den Feldern Digitalisierung, Software und Batterie gewonnen werden.

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