Die Wirtschaftsflaute hat dem japanischen Autobauer Toyota im vergangenen Kalenderjahr das Geschäft verhagelt. Die Zahl der verkauften Autos sei konzernweit um vier Prozent auf 8,97 Millionen Stück geschrumpft, teilte das Unternehmen am Dienstag in Tokio mit. Den Rückgang hatte Toyota bereits erwartet. Im Inland sank der Absatz um fünf Prozent auf 2,15 Millionen Autos, im Ausland um vier Prozent auf 6,82 Millionen Stück. Besonders der wichtige US-Markt war im Zuge der sich zuspitzenden Finanz- und Wirtschaftskrise zusammengebrochen. In den vergangenen Wochen hatten die erfolgsverwöhnten Japaner ihre Produktion bereits deutlich gedrosselt und Ausbaupläne für Werke auf Eis gelegt. Angesichts der branchenweiten Probleme erwartet Toyota erstmals in seiner Geschichte einen operativen Verlust von 150 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro). Das Geschäftsjahr läuft noch bis Ende März. Der Enkel des Firmengründers soll den Vorzeige-Autohersteller nun aus der Krise führen. Der bisherige Stellvertreter Akio Toyoda (52) wird im Juni Nachfolger des langjährigen Präsidenten Katsuaki Watanabe. Der 66-Jährige wird dafür Vizechef des Aufsichtsrats. Das "Wall Street Journal" hatte bereits über die Personalie berichtet und als Grund für den Rollentausch den schlechten Gesundheitszustand des Aufsichtsrats-Chefs Fujio Cho (71) genannt, den Watanabe unterstützen solle. (dpa)
Wirtschaftsflaute: Toyota verkauft weniger Autos
Die Zahl der verkauften Fahrzeuge schrumpfte weltweit um vier Prozent auf knapp neun Millionen Stück. Wie erwartet übernimmt Gründer-Enkel Akio Toyoda im Juni die Konzernführung.