Volkswagen will seine angeschlagene Kernmarke VW mit einem drastisch verschärften Sparkurs sanieren. Der neue VW-Markenchef Wolfgang Bernhard plant, in den nächsten drei bis vier Jahren sieben Mrd. Euro einzusparen. Das meldet das "Manager Magazin" unter Berufung auf Konzernkreise. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg wollte keinen Kommentar abgeben. Die Markengruppe VW war 2004 in die roten Zahlen gerutscht. Konzernchef Bernd Pischetsrieder hatte vor kurzem gesagt, er wolle bis 2008 das Konzernergebnis um mehr als vier Mrd. Euro steigern. Dazu seien "deutlich" höhere Einsparungen und Leistungssteigerungen nötig. Mit dem Sparprogramm "ForMotion" sollen im laufenden Jahr 3,1 Mrd. Euro gespart werden. Volkswagen will damit die Ertragswende schaffen und wettbewerbsfähiger werden. Der Gewinn war 2004 erneut eingebrochen. Der Autobauer hat derzeit massive Absatzprobleme in zentralen Märkten wie China und den USA. Kritiker werfen VW Fehler vor allem bei der Modellpolitik und beim Vertrieb vor. Wie das "Manager Magazin" berichtet, will Bernhard die Prämien der Führungskräfte künftig von der Qualität der Modelle abhängig machen. Bisher sind sie abhängig von der Geschäftsentwicklung. Allein drei Mrd. der geplanten sieben Mrd. Euro Einsparungen bei der Markengruppe VW sollen dem Bericht zufolge auf Zulieferer entfallen. Der für Beschaffung zuständige Konzernvorstand Francisco Javier Garcia Sanz hatte vor zwei Wochen gesagt, VW wolle seine Materialkosten bis 2008 um eine Mrd. Euro oder zehn Prozent senken. (dpa)
Wolfgang Bernhard schlägt drastischen Sparkurs ein
Magazin: VW-Markenchef plant mittelfristig sieben Milliarden Euro weniger auszugeben / Zulieferer im Visier