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Zetsche: Google-Autos für Daimler kein Vorbild

07.05.2013 13:39 Uhr
Zetsche: "Autofahren macht Spaß."
© Foto: imago/Wolf P. Prange

Der Autobauer will mit Mietangeboten und automatischen Fahrsystemen jüngere Kunden für seine Marken begeistern. Roboter-Autos kann Konzernchef Dieter Zetsche wenig abgewinnen.

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Daimler-Chef Dieter Zetsche kann den selbstfahrenden Autos von Internetriese Google wenig abgewinnen. "Wenn sie mal so ein Google-Fahrzeug gesehen haben, dann sieht das etwa so aus wie eine Mondlandefähre", sagte er auf der Internetkonferenz re:publica über die Fahrzeuge mit ihren aufmontierten Sensoren. Daimlers Ziel sei es, Sensoren und Fahrautomatik nahtlos in Autos einzubauen.

Zetsche nannte als Beispiel teilautomatische Systeme in einigen Daimler-Fahrzeugen, die beim Stop-and-Go-Verkehr das Fahren übernehmen können. Ein nächster Schritt sei etwa eine Technik, die es Fahrern erlaube, ihr Auto vor dem Parkhaus abzustellen – das Fahrzeug soll dann selbst einen freien Platz finden. Es sei jedoch wichtig, dass auch bei automatischen Fahrsystemen der Fahrer die Kontrolle behalte – nicht zuletzt, weil Autofahren Spaß mache.

Zetsche warb auch für das werkseigene Carsharing-Angebot "Car2go", bei dem Autofahrer Wagen stundenweise mieten können. Mit Car2go sei Daimler inzwischen in 19 Städten vertreten und erreiche 350 000 Kunden. In vier Städten sei das Unternehmen profitabel. "Natürlich ist das ein Geschäftsmodell", sagte der Spitzenmanager. "Wir glauben, dass wir bis Mitte des Jahrzehnts bereits in 50 Städten sein können." Die Expansion soll sich nicht auf Deutschland beschränken: "Wir sind gerade dabei zu prüfen, ob Car2Go in chinesischen Städten funktioniert." Dort seien Daimlers Smarts beliebt, die auch die Car2go-Flotte ausmachen.

Dass Carsharing potenzielle Kunden vom Autokauf abhalte, glaubt Zetsche nicht. Die Art der Mobilität verändere sich besonders in Städten. Dort nutzten viele Menschen mehrere Verkehrsmittel wie Auto, Bus, Bahn und Fahrrad je nach Situation. "Wenn sich Dinge verändern, wenn sich das Umfeld verändert, dann ist es immer klug, Teil der Veränderung zu sein." (dpa)

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